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	<title>Anja &#8211; Blue Joline – Aufbruch in ein anderes Leben</title>
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	<description>Folge uns bei unserer Reise um die Welt.</description>
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		<title>9. Reise &#8211; Segelrevier türkische Ägäis &#8211; letzte Reise Türkei von Port Iasos nach Marmaris 24.09. &#8211; 06.10.2022 (Gastbeitrag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2022 18:52:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist ein Gastbeitrag den unserer Mitseglerin Anja verfasst hat und von der auch die Bilder stammen. 146,54NM gesamt (neue Crew: Anja und Norbert; Kapitän Bernd und Kapitänin Petra) Flughafen Bodrum Milas – Neues Territorium für Norbert und mich Taaaxiiii … Einmal nach Port Iasos Marina. Aus der Luft haben wir die kleine Marina bereits gesehen, dumm war nur, dass der Flieger so schnell war, dass wir SY Joline nicht erkannt haben. Der Fahrer brauchte nur die Koordinaten und los ging der schnelle Ritt. An der Marina angekommen, wurden wir bereits von Bernd und Petra freudig erwartet. Schnell verstauten wir unsere Koffer, räumten unsere Anziehsachen ein und lieferten noch die mitgebrachten Utensilien fürs Boot ab. Nach einem kleinen Frühstück musste ich ganz schnell zusammen mit Petra in das herrliche, salzige Nass.&#160; Wir drehten eine schöne Runde in der Bucht. Petra wollte noch schnell eine Möwe shanghaien. Es stellte sich heraus, dass die vermeintliche Möwe eine Boje, mit vielen bräunlichen Algen im Gepäck, war. Wir ließen die Möwen-Boje links liegen und schwammen weiter. Mein angelbegeisterter Mann hat erst einmal die Angelruten von Bernd inspiziert. Wir hatten extra noch einige Köder mitgebracht. Nach einiger Zeit hat er&#160;sich mit Bernd die Zeit vertrieben, in dem sie die mitgebrachten Utensilien inspiziert und deren Platz/Einsatz am Boot besprachen. Bernd stellte fest, dass etwas fehlte. Ein Netz für das Trampoline vorne …. Wir hatten nur ein Netz mitgebracht. Es sollten zwei Netze sein. Norbert und ich zermarterten unsere Hirne, ob etwas zu Hause liegen geblieben war. Wir stellten fest…. Es passte alles in unsere Koffer. Alle Kartons von Jonah waren leer und bereits in Deutschland entsorgt. Wir schoben dieses Thema erst einmal zur Seite und ruhten uns aus oder quatschten. Zum Abendessen nahmen wir die Fähre nach Güllük. Wir tummelten uns auf Kissen auf dem Oberdeck. Die Überfahrt dauerte ca. 30 Minuten. Dort angekommen besichtigten wir die kleine Hafenstadt. Am Hafen stand eine witzige Skulptur – ein dickbäckiger Delfin mit einem kleinen Kind auf dem Rücken. Dann hieß es: In welches Restaurant gehen wir nun? Der erste Abend&#160; &#8211; die Qual der Wahl. Wir verließen uns dann mal auf Bernd und Petra. Vorbei an einem Fischhändler ging es ins Restaurant. Norberts und meine erste Wahl &#8211; Fisch… Wie es nun mal in der Türkei ist, sind hier Katzen allgegenwärtig. Sie sind nicht aufdringlich, hypnotisieren einen nur mit hungrigen Kulleraugen. Bernd wurde schwach und spendierte einer Katze etwas Fischhaut. Nach dem Essen bummelten wir noch etwas durch das Örtchen, kauften Obst, gingen in den Supermarkt. Hier fanden wir eine große Schütte mit Sitzkissen… und Katzen. Wir versuchten noch an Türkische Lira zu gelangen à leider waren die Geldautomaten recht teuer mit Gebühren, also vertagten wir unsere „Bank robbery“ und gingen zurück zur Fähre. Am Hafen erwartete uns ein wunderbarer Abendhimmel. Die Fähre kam und brachte uns wieder zurück zur Marina… Die erste Nacht auf einem Boot… In den Schlaf geschaukelt zu werden ist toll. Am nächsten Morgen beschlossen wir, doch schon los zu segeln. Also Frühstück, schwimmen und dann Leinen los. Port Iasos nach Türkbükü = 13,45NM Vorbei an diversen Fischfarmen wurde unser kleiner Traum erfüllt&#8230; Da waren sie, die ewigen Grinsetierchen &#8211; Delfine Delfine direkt auf der ersten Segeletappe zu sehen…. Mega. So schnell konnte ich gar nicht die Kamera einschalten. Dennoch ist mir hier ein kleines Video gelungen. Drei Tiere schwammen uns entgegen, wurden neugierig und schwammen eine winzig kleine Zeit mit uns. Mit einem großen Sprung unterm Boot schwammen sie dann aber weiter. Euphorisch scannten wir das Meer, sind hier vielleicht noch mehrere unterwegs? Nö leider nicht. Dafür ist es unfassbar, was so alles auf dem Meer los ist. Yachten, kleine Boote, Fischer und jede Menge „Miet mich’s“ . So kleine „Miet mich‘s“ kosten für eine Woche so ne kleine Mio, sind aber incl. 33 Bedienstete. Fazit: Können wir uns nicht leisten. Wir ankerten vor Türkbükü in der kleinen Bucht. Der Wind drehte munter das Boot hin und her. Auch hier waren wir eines der kleineren Boote…. Abends setzen wir mit dem Dingi über. Es wurde der jeweilige Jetzt-Moment um in das Dingi zu steigen gesucht und gefunden… alle sind im Dingi gelandet. Wir bummelten durch das hübsche Örtchen – Saisonende…. Kaum ein Touri unterwegs. Nur Einheimische und Katzen. Da wir immer noch keine Türkische Lira hatten, war unsere spontane Kaufkraft etwas eingeschränkt. Zurück auf dem Boot wurden auch schon die Karten gezückt – Texas Showdown. Eines unserer Lieblingsspiele. Petra hat mal wieder gewonnen 😀&#160;&#160;&#160; Und wie es sich im Süden gehört um diese Jahreszeit…. Die Nacht fällt hier schon schnell… Ab in die Koje und in den Schlaf schaukeln lassen. Das morgendliche Ritual – aufstehen, Zähne putzen, Badezeug an und ab ins Meer ne schöne Runde schwimmen. Danach Frühstück und weiter ging unsere windige Fahrt. Türkbükü nach Yalikavak = 15,02NM Auch vor Yalikavak haben wir in der Bucht geankert. Raus aus den Klamotten, Badezeug an und ne Runde im Meer schwimmen. Auch das wurde zum Ritual. Bis zum Abendessen hatten wir noch Zeit und es wurde wieder wild um sich geschossen mit Texas Showdown. Wir beobachteten drei kleine Optimisten, die immer um ihren Trainer herumsegelten. Frisch gestylt ging es abends mit dem Dingi in die City. Ein kleiner Bummel durch die Gassen mit hübschen Lädchen, in dem man kleine Stehrümmchen, Schuhe, Taschen oder andere Dinge shoppen konnte. Und…. Hurraaaa wir haben ne Geldwechselbude gefunden…. Endlich wurden wir liquide. Da Bernd und Petra auch hier bereits waren, haben wir uns auf ihr Restaurant-Näschen verlassen. Es gab wieder tolles Mezze mit Ekmek, Effes und Wasser als Vorspeise und verschiedene Casserols als Hauptgericht. Am nächsten Tag gingen wir noch einkaufen. Wir wollten noch Obst, vielleicht was für den Abend zum Grillen und vor allem wollten wir beim Fischer frischen Fisch kaufen. Norbert, der uns ja täglich mit frisch geangelten Fisch versorgen wollte, hatte es bis jetzt nicht geschafft. Weder mit Reuse noch mit Angel. Yalikavak nach Gümüslük = 7,88NM Über Gümüslük können wir überhaupt nichts sagen außer Wir haben gechillt, geangelt, waren schwimmen und Bernd und Norbert haben uns am nächsten Morgen mit Ekmek und anderen köstlichen Backwaren zum Frühstück verwöhnt. Gümüslük nach Knidos = 33,51NM Flaute…. Nichts los auf dem Meer. Keine Welle, keine Delfine, keine Schildkröten… nichts Wir motoren rüber nach Knidos. Ein anstrengend lauter Ritt, wenn man sonst die Stille beim Segeln gewöhnt ist. Ich hocke mit Bernd am Steuer, wir beobachten das Meer, suchen den Wind. Das Meer sagt… Spieglein Spieglein auf der See. Wir erreichen Knidos. In Knidos gibt es ein Amphitheater (datiert auf das 7. Jh vor Christus) …. Wir haben keine Lust auf Landgang, um uns die alten Steine anzusehen und gehen lieber schwimmen. In der Bucht ist sehr viel Seegras. Bernd ist sich nicht sicher, ob der Anker halten wird. Es wurden aber zusätzlich noch Landleinen gespannt – natürlich mit Rattenschutz. Die kleine Bucht ist toll. Bei der Einfahrt hätte man meinen können, hier ist die Zeit stehen geblieben und die Piraten warten schon auf uns. Ein bischen fühle ich mich wie Dori – schwimmen, schwimmen immer weiter schwimmen. Knidos nach Datca = 20,72 NM Gleich nach dem Frühstück und schwimmen fahren wir los – unter Segel. So weit wie die letzte Strecke haben wir heute nicht. Und Gott sei Dank, es gibt Wind. Wir sind immer wieder erstaunt, wie nahe wir an den griechischen Inseln vorbeikommen. Die Küstenwache ist hier omnipräsent. Die Fahrt ist wieder schön schauklig und ich versuche vorne auf dem Sonnendeck einige Delfine oder Schildkröten aus dem Meer zu schauen. Leider vergebens. Norbert und Petra halten Siesta. Datca ist eine hübsche kleine nicht so touristische Stadt. Direkt gegenüber von Datca liegt die griechische Insel Symi. Wir segeln bis zur Bucht von Datca. Bernd und Norbert holen die Segel ein, Petra übernimmt das Steuer und wir fahren unter Motor in die Bucht. Dort ankern wir 2 Tage lang. Norbert und ich freuen uns auf den nächsten Tag – Markttag Zwei Tage lang haben wir das neue Netz eingeweicht. Nachmittags hat Bernd einen Plan geschmiedet, um das neue Netz einzubauen. Gesagt getan. Das alte wurde ausgebaut und das neue war ziemlich zügig drin. Bernd hat vom Dingi aus das Netz an die Halterungen gebracht, an die wir nicht rankamen. Mathematisch wurde errechnet, in welchen Maschen das Netz mit dem Boot fixiert werden könnte. Abends geht es zum Futtern rüber. Auch hier hatte wieder jeder seinen Jetzt-Moment, um ins Dingi zu klettern. Wir laufen an der Hafenpromenade entlang und schlagen uns durch in die dritte Reihe durch, um dort ein kleines einheimisches Restaurant zu suchen. (Empfehlung von Bernd und Petra) Gefunden wurde das Restaurant, aber es hatte leider 4 Tage lang geschlossen. Uns knurrte der Magen. Also sind wir weiter und haben Ausschau nach einem typischen Restaurant gehalten und auch gefunden. Mitten im Gastraum steht ein Kohlegrill – in Deutschland nicht möglich. Die Bedienung versteht nur türkisch – kein englisch oder französisch; ja, oft kommt man in der Türkei tatsächlich auch mit deutsch weiter – hier nicht. Wieder bestellten wir Mezze als Vorspeise und diverse Grillgerichte bestehend aus Lamm und Huhn. Besuch hatten wir auch am Tisch – wie schon geschrieben, sind Katzen und Hunde in der Türkei allgegenwärtig – und nicht aggressiv. Wir lassen den Tag ausklingen und freuen uns auf den nächsten Tag – DEN Markttag. Mit zwei Rollmopeds machen wir uns auf den Weg – Rucksäcke und Taschen durften auch nicht fehlen. Was haben wir erstanden. Einen Gürtel, viel Obst, Gemüse, Käse, Gebäck und Oliven. Soviel frische Köstlichkeiten – ein Traum. Erschöpft vom shoppen ließen wir uns in einem kleinen Café nieder, relaxten etwas und machten uns schon Gedanken, wie wir den Gasvorrat auffüllen könnten. Auch frischer Fisch muss auf den Grill kommen. Den gab es leider nicht auf dem Markt. Wir teilten uns auf. Petra machte sich auf die Suche eines Hamams und wir Restlichen brachten unsere Einkäufe aufs Boot. Ja ok, ich bin in einem Bistro am Hafen versackt, um meinen Status in WhatsApp zu pflegen. Wir haben auf dem Boot weder Wlan noch Handyempfang – Chillmodus ist dort angesagt. Bernd und Norbert bringen die Vorräte zum Boot, anschließend gehen wir auf Petra-Suche und Gaseinkauf. Auch Petra möchte mal wieder im Internet surfen, also setzten wir sie beim Bistro ab und gehen noch shoppen – Schuhe und eine Handtasche für mich. Bernd benötigt unbedingt eine M10er Schraube – auch in Datca finden wir diese nicht. Ein Angelladen wurde für die Schraube in Augenschein genommen. Sie haben Schauben, aber keine M10. Weiter an der anderen Hafenseite haben wir einen tollen Fischladen gefunden. Es gibt Meeresche (Kefal). Abends wirft Bernd den Grill an, wir rupfen Salat und mixen ein Joghurtsößchen. Norbert versuchte noch mal sein Anglerglück. Und tatsächlich, ein kleiner vorwitziger, barschartiger Fisch biss endlich an. Da unser Hunger zu groß und der Fisch für drei Personen zu klein war, durfte er wieder zurück ins Wasser. Es ist nicht so, dass es keine Fische im Mittelmeer gibt. Wir haben sie gesehen. Jeden Tag patrouillierten sie ums Boot herum und verhöhnten uns. Eine Fünfergang schaute jeden Tag nach, ob der Angelköder noch im Wasser hängt…. Wir vermuten, die anderen Fische wurden gewarnt. Und immer wieder zwischendurch &#8211; Schwimmen, sonnen, chillen. Am nächsten Tag war ab mittags ein Sturm angekündigt. Wir wollten zügig aus der Bucht, um noch sicher zum nächsten Ziel zu gelangen. Datca nach Bozukkale = 23,44NM Punkt 12 Uhr kam der Wind und wir konnten direkt unter Segel aus der Bucht fahren. Schön an Symi vorbei Richtung Bozukkale. Petra und ich lungerten schön auf dem Sonnendeck herum, immer noch mit Blick aufs Meer – Delfine oder Schildkröten herausgucken. Wieder ist es uns nicht gelungen. Der Wind wurde heftiger und es entwickelte sich schon zu einer stürmischen Überfahrt- Petra verlor ein Kissen. Norbert hat Bernd beim Segeln unterstützt. Unsere beiden Männer stellten sich die Frage, ob sie uns Frauen nicht mal ein Seil um die Hüften binden sollten, so sehr hat es geschaukelt. Die Einfahrt in die kleine Bucht bei Bozkkale hatte wieder etwas aus einem Piratenfilm. Die Berge/Klippen waren so überlappend, dass man...]]></description>
		
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