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	<title>Karibik &#8211; Blue Joline – Aufbruch in ein anderes Leben</title>
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	<description>Folge uns bei unserer Reise um die Welt.</description>
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		<title>Gastbeitrag von Sabine die uns ein Stück des Weges in Jamaika begleitet hat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bernd]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 12:14:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Jamaikatour &#8211; von Montego Bay nach Kingston&#8230; Osterferien März/April 2026 Mit dem Direktflug von Amsterdam nach Montego Bay am Dienstagmittag, 31.März, klappt es bestens. Am selben Tag lande ich bereits nachmittags auf Jamaika – mit sieben Stunden Zeitumstellung. Da ich im Flugzeug tief schlafe, merke ich den Jetlag in den folgenden Tagen kaum. Als mich Bernd mit dem Dinghi am Strandrestaurant Pier 1 abholt und zur „Joline“ bringt, bleiben wir den Rest des Tages auf dem Boot und ich gehe früh schlafen. Die ersten Tage verbringe ich außer mit Petra und Bernd mit zwei Mitreisenden auf dem Boot, Zsuszanna und David. Womit ich am Ankunftstag nicht gerechnet habe ist, dass es hier sehr viel regnet. Auch der nächste Tag bringt einiges an Regenphasen. Vormittags immerhin bei trockenem Wetter schaue ich mir die Stadt Montego Bay an, in gut einer Stunde bin ich eigentlich durch die Altstadt durch, die von Auto-Gehupe und süßlichem Duft an vielen Ecken geprägt ist. Auf dem Craft Market statte ich mich mit Kette, Ohrringen, usw. in jamaikanischen Farben aus. Am Donnerstag geht es zum berühmten Rick‘s Cafè, einer Mischung aus Bar, Restaurant, Party-Hotspot mit Reggae-Musik. Es liegt spektakulär auf den West End Cliffs und ist berühmt für seine Sonnenuntergänge und die wagemutigen Klippenspringer. Wir trinken unseren Kaffee im Cafè, schauen Tänzerinnen zu und gucken uns zunächst die Klippenspringer an, die aus circa 10 m Höhe ins Wasser springen. Einer von ihnen geht sogar auf die 25m Plattform und wagt Sprünge von dort, während die Zuschauer den Atem anhalten. Alles geht gut, er ist ein geübter Springer und taucht mit wenig Spritzern ins Wasser. Dann fasse ich mir auch ein Herz und gehe zu den Klippen. Ich nehme allerdings die 2 und 3 m Klippen ins Visier und springe von dort mehrmals. David nimmt sich die 10m Klippen vor, die er sicher meistert. Am nächsten Tag geht‘s weiter nach Negril. Zsuzsanna und David reisen heute ab. Wir verabschieden uns im Morgengrauen von ihnen. Negril ist bekannt für den längsten zusammenhängenden Sandstrand auf Jamaika, den Seven Miles Beach. Ich mache mich morgens vor dem Frühstück schwimmend auf den Weg, schwimme entlang des Strandes, seven miles schaffe ich nicht, aber wenigstens einige. Steige aus und gehe zu Fuß am Stand wieder zurück Richtung Boot. Unterwegs kaufe ich in einer der gerade öffnenden Giftshops ein T-Shirt in Jamaika-Farben mit „Jamaica no problem“-Aufschrift. Fast pünktlich zum Frühstück bin ich wieder auf der Joline.Nachmittags wollen wir den Fluss in Negril näher erkunden, wissen erst nicht, wie wir mit dem Dinghi reinfahren sollen, da es dort am Zugang sehr niedrig ist. Als wir ein einheimisches Boot hineinfahren sehen, das sich entlang am Ufer hält, machen wir es ihnen nach und tatsächlich können wir den Kanal befahren. Wir sehen viele Pelikane, Reiher, Bäume, die mit zig weißen Vögeln besetzt sind.Abends essen wir in einem kleinen Restaurant direkt am Strand mit Blick aufs Meer leckeres Ingwer-Hühnchen, Shrimps mit Pumpkin-Reis, homemade Pommes, trinken Cocktails usw. und lauschen der Livemusik einer Band. Weiter geht‘s nach Black River, einer jamaikanischen Stadt an der Mündung des gleichnamigen Flusses Black River. Wichtigste Einnahmequellen sind der Tourismus und die Holzindustrie. Allerdings hat der Hurrikan Melissa im Oktober letzten Jahres hier einiges verwüstet. Der Ort wurde besonders schwer getroffen. Auf dem Black River wollen wir die Krokodile sehen, die es hier wohl zahlreich gibt. Der Fluss, einer der bekanntesten und längsten Flüsse Jamaikas, trägt seinen Namen vom tiefschwarzen Flussbett, das von dichten Mangrovenwäldern gesäumt wird. Ein Hotspot für Ökotourismus. Bei unserer Flussfahrt sehen wir nur ein einziges Touristenboot und viele kaputte, abgeknickte Mangrovenbäume. Dafür aber auch viele verschiedene exotische Vögel, Seerosen, Wasserhyazinthen. Wir fahren auf dem Fluss mit dem Dinghi, irgendwo soll es ein „Restaurant“ geben. Aber wir vermuten schon, dass es das nach dem Hurrikan nicht mehr gibt. Nach einigen Kilometern Fahrt kommen wir an einer Brücke an, ohne ein einziges Krokodil gesehen zu haben. Kurz vor der Brücke ist Lou‘s Stop. Eine Dame sitzt da, sie führt uns in ihr „Restaurant“ und wir trinken etwas Kaltes, zu essen gibt es nur Süßes und Knabberzeug. Sie erzählt uns, dass kaum Touristen kommen und ist natürlich deprimiert angesichts der Lage. Wir machen uns, es ist nun Mittag, auf den Rückweg. Kurz vor Schluss, als wir schon fast die Hoffnung aufgegeben haben, überhaupt ein Krokodil zu sehen, entdecken wir eins am Ufer! Wir fahren näher heran. Dann gleitet es aber nach kurzer Zeit ins Wasser, vielleicht fühlte es sich durch uns erschreckt, und wir beobachten, wie es langsam davonschwimmt. Einer der nächsten Stops ist Savanna-la-Mar. Ich schwimme abends, nachdem wir angekommen sind, zu einem Steg dort, der durch den Hurrikan ziemlich mitgenommen wurde. Am Steg halten sich mehrere junge Jamaikaner auf, zeigen ihre Sprungkünste und toben herum. Als ich „kleine weiße Frau“ dort schwimmend ankomme, begrüßen sie mich, fragen gleich, ob ich nicht Angst habe. Wovor? Antwort: Sharks! Und dann lachen sie. Ich nehme das natürlich nicht so ernst, da sie albern sind angesichts der fremden schwimmenden Frau.Am nächsten Morgen stehe ich in der Frühe mit Bernd auf dem Boot und wir schauen aufs Wasser, da ich gleich auch noch raus zum Steg schwimmen möchte. Plötzlich sehen wir keine zwei Meter von unserem Boot entfernt auf dem Grund einen Hai! Bernd erklärt mir, dass es ein Ammenhai sei. Dieser Hai ist eher träge und schläft vermutlich dort auf dem Grund, ist nicht gefährlich. Hätte ich die Information nicht vorher gehabt, hätte ich einen gehörigen Schrecken bekommen, wenn ich ins Wasser gegangen wäre und plötzlich dieses Tier auf dem Meeresgrund gesehen hätte. So steige ich gelassener ins Wasser und beobachte den Hai von der Wasseroberfläche. Langsam schwimmt er weg. Ich schwimme Richtung Steg und nach wenigen Metern befinde ich mich plötzlich in einem Riesenschwarm von Millionen kleinen Fischen. Im ersten Moment fühlt es sich ziemlich mulmig an, aber auch diese Gesellen tun mir nichts, sondern gleiten elegant an mir vorbei. Am Steg sind weitere junge Einheimische im Wasser, die mich neugierig fragen, wo ich herkomme, usw. Mit ihnen kommt man leicht in Kontakt. Später am Vormittag fahren wir drei mit dem Dinghi Richtung Steg und wollen irgendwo anlegen, um im Ort einzukaufen. Ehe wir uns versehen, schwingen sich fünf jamaikanische Jungen auf unser Boot und fahren mit uns und suchen gemeinsam eine Stelle, wo wir andocken können. Im Ort gehen wir einkaufen, ein junger Jamaikaner begleitet uns netterweise und hilft mit unsere Einkäufe zum Boot zurückzutragen. Im Ort auf dem Markt werde ich zu meiner Überraschung begrüßt, es sind die jungen Jamaikaner:innen, mit denen ich im Wasser Bekanntschaft gemacht hatte. Mit „Hello, I know you … from the water“ werde ich begrüßt und merke, dass ich hier offenbar im Ort schon ziemlich bekannt bin.Auf dem Markt in Savanna kaufe ich Scotch Bonnet, eine wie eine kleine Paprika aussehende Chilisorte. Auf dem Markt hatte man mir schon gesagt „Vorsicht scharf!“. Ich lese nach, tatsächlich es ist eine karibische Chilisorte, die ihren Namen von ihrer Form hat, die an eine traditionelle schottische Mütze erinnert. Mit einem Schärfegrad von 150.000 bis 300.000 Scoville ist sie extrem scharf und zeichnet sich gleichzeitig durch ein fruchtig aprikosiges Aroma aus, wenn man sie roh verzehrt. Beim Kochen allerdings verschwindet diese fruchtige Note. An einem Abend möchte ich Jerk Chicken auf dem Boot zubereiten. Da ich vorher schon die Schärfe dieser Sorte probiert habe, möchte ich das Essen nicht so super scharf machen. Allerdings nehme ich dann doch zu wenig von der Scotch Bonnet, so dass das Essen nicht besonders scharf ist.Wir segeln nach Pidgeon Island, einer typischen karibischen Insel mit weißem Sandstrand. Dort soll es u.a. für Schnorchler toll sein. An den beiden Riffen entdecken wir allerdings nicht so viel bewundernswertes, außer einigen schwarz-gelb-gestreiften und dunkelblau-gelben Fischen. Als ich an dem zweiten Riff weiterschwimme, zeigt sich doch endlich noch eine große Schildkröte neben mir. Am nächsten Morgen beim Schwimmen in Strandnähe sehe ich plötzlich einen Stachelrochen unter mir im niedrigen Wasser. Ich beobachte ihn, allmählich schwimmt er in seinen typischen Wellenbewegungen davon. Als ich später Freunden davon erzähle, sind sie leicht erschrocken und klären mich auf, dass einmal ein bekannter Meeresbiologe bei Forschungen in der Meereswelt durch einen Stachelrochen umgekommen ist. Gut, dass ich es nicht vorher wusste. Auf Pidgeon Island gibt es außerdem noch ein Fischercamp. Die Fischer, mit denen wir uns abends unterhalten, wollen uns am nächsten Morgen frisch gefangenen Fisch bringen. Am nächsten Morgen hält tatsächlich das Fischerboot an unserem Joline und wir erhalten gegen Whiskey, Benzin und Bargeld frische Fische, die der Fischer sorgfältig ausnimmt. Abends können wir den leckeren Fisch vom Grill genießen. Meine letzte Station ist die Hauptstadt Kingston mit ca. 600.000 Einwohnern. Wir liegen vor einem Yachthafen in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, denn von dort werde ich wieder nach Hause fliegen. Mit dem Bus fahren wir eine halbe Stunde in die Stadt rein um uns Kingston anzusehen. Wir entscheiden uns auf den Besuch des bekannten Bob Marley-Museums zu verzichten, stattdessen durch die Altstadt zu laufen bis zur Promenade. Die Altstadt ist voll von Buden, es gibt alles Mögliche zu kaufen, Kleidung, Souvenirs, usw. Wir gehen zum Essen in ein Restaurant an der Promenade, wo wir im ersten Stock sitzend einen Ausblick auf den Flughafen und unser Boot haben. Da Petra und Bernd eher zurück zum Boot wollen, sie haben ja noch die nächsten Tage Zeit für die Stadt, schlendere ich auf eigene Faust noch weiter durch die Stadt, erstehe einige Shirts in Jamaica-Optik und die letzten Souvenirs für zuhause. Da ich am frühen Abend auf den Bus länger warten müsste, nehme ich für den Rückweg zum Yachthafen ein Taxi. Der Taxifahrer Anthony hat allerdings einen heißen rasanten Stil, klatscht zu Reggae-Musik ausgelassen am Steuer, was mir nicht geheuer ist. Am nächsten Morgen in aller Frühe soll er mich zum Flughafen bringen. Diesmal scheint er müde zu sein, vom Tanzen am Steuer keine Spur und er bringt mich sicher die wenigen Minuten zum Flughafen. Meine tolle Zeit auf Jamaica geht nun leider zuende! Sabine]]></description>
		
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		<title>Gastbeitrag von Miriam, die uns auf unserer Überfahrt von Jamaika nach Panama begleitet hat.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 11:17:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein kleines Stückchen Weltumsegelung 12.04. &#8211; 25.04.2026 Als krönender Abschluss meiner viermonatigen Lateinamerikareise: zwei Wochen Segeln in der Karibik mit meinem Vater. Nach knapp 30 Stunden Anreise – von Guatemala-Stadt über Fort Lauderdale (schlicht die günstigste Verbindung) – kam ich völlig übermüdet in der Marina von Kingston an. Die Idee fühlte sich noch unwirklich an: die nächsten zwei Wochen auf einem 12-Meter-Katamaran Richtung Panama unterwegs zu sein. Ein kurzes Abkühlen im lauwarmen Marina-Pool, das Wiedersehen mit meinem Vater, das Kennenlernen von Petra und Bernd – und dann ging es mit dem Dinghy hinaus zum Ankerplatz. Die Joline erwartete uns dort, friedlich schaukelnd im Abendlicht. Der echte Bordalltag beginnt sofort Bernd und Petra nahmen uns direkt in ihren Alltag auf. Der bestand deutlich weniger aus Sundowner-Romantik, als man vielleicht erwarten würde. Stattdessen: Einkaufsplanung, Diesel bunkern, Wasser auffüllen, Sicherheitseinweisung, Rettungswesten anpassen. Überlegen, wo man am besten die Lebensmittel für mehrere Tage auf See herbekommt. Dazwischen blieb aber auch noch Zeit für Jamaika: Bob-Marley-Museum, eins der wohl besten Eis der Welt probieren, ein abenteuerlicher Roadtrip durch die Blue Mountains auf der Suche nach dem berühmten Blue-Mountain-Kaffee, Obst- und Gemüse Shoppen in der angeblich so gefährlichen Downtown von Kingston und ein entspannter Strandtag am Hellshire Beach. Fünf Tage. Fünf Nächte. Kein Land in Sicht. Der eigentliche Kern der Reise begann erst mit dem Ablegen: die Überfahrt nach Panama. Fünf Tage und fünf Nächte auf offener See – ohne Land in Sicht, ohne die Möglichkeit, einfach umzudrehen. Zum Glück hatten wir kaum Seegang und damit auch keine Probleme mit Seekrankheit. Der Rhythmus bestand plötzlich nur noch aus Wachen, Schlafen, Spielen, Kochen und Wetterbeobachtung. Und viel Zeit, um in der Seemannschaft – der Bibel der Seefahrer – zu schmökern und die wichtigsten Knoten und Segelvokabeln zu lernen. Jede Nacht hatte ich drei Stunden allein Verantwortung für das Boot. Ehrlich gesagt war das eine „Light-Version&#8220; der Wachen: Bernd schlief oben an Deck, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Trotzdem blieb genug Spannung: Radar kontrollieren, den Horizont absuchen, Wind und Segel im Blick behalten – und entscheiden, wann man den Skipper weckt und wann man ihn schlafen lässt. Sternschnuppen, Delfinbesuch und Windstille Am meisten hat mich überrascht, wie schnell sich diese Welt normal anfühlt. Nach zwei Tagen wirkten Dinge völlig selbstverständlich, die vorher absurd geklungen hätten: nachts bei Neumond allein an Deck zu sitzen und Sternschnuppen zu zählen. Oder morgens vom Ruf „Delfiiiiine!&#8220; geweckt zu werden – und auf offenem Meer plötzlich eine ganze Schule Delfine direkt am Boot zu haben. Gleichzeitig gab es immer wieder kleine Erinnerungen daran, wie abhängig man draußen auf dem Meer von Wetter, Technik und Erfahrung ist. Zum Beispiel als an Tag drei oder vier der Wind plötzlich komplett einschlief und wir mit Motor nachhelfen mussten. Kein Drama – aber ein kleiner Reminder: draußen auf dem Wasser hat das Wetter das letzte Wort. Was zwei Wochen auf See mit einem machen Ich habe in diesen zwei Wochen verstanden, warum Menschen ihr altes Leben hinter sich lassen und losfahren. Nicht weil alles entspannt oder romantisch ist – sondern weil man draußen auf dem Meer gezwungen wird, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Wind. Wetter. Schlaf. Essen. Vertrauen in andere Menschen. Und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen. Irgendwo zwischen Nachtwachen, Kartenspielen und Sonnenaufgängen auf offenem Meer habe ich mich dabei ertappt, auszurechnen, wann ich theoretisch genug Geld gespart hätte für eine eigene Weltumsegelung. Und angefangen, zu googeln, wo man in Berlin einen Segelschein machen kann. Danke, Petra und Bernd – für die Aufnahme in euren Alltag, für die geduldigen Erklärungen und dafür, dass ihr diese Leidenschaft so wirkungsvoll auf mich übertragen habt. Was ich für mich mitgenommen habe? Nicht nur ein paar Fotos aus der Karibik. Sondern das leise, hartnäckige Gefühl: Das könnte irgendwann vielleicht auch mein Leben sein. Miriam]]></description>
		
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		<title>Gastbeitrag von Carsten, der uns auf unserer Überfahrt von Jamaika nach Panama begleitet hat.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 11:16:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[11.04. &#8211; 25.04.2026 Das Meer, vielleicht das Großartigste, was die Erde besitzt, nahm ich in meine Seele auf.ADALBERT STIFTER, Der Nachsommer, S. 360 Mit dem &#8222;Nachsommer&#8220; als E-Book, einem Taschenbuch von Gerald Hüther, leichtem Kabinengepäck und einer schweren Ankerwinsch war ich auf dem Weg über Hannover und London nach Kingston auf Jamaika. Die Bundespolizei und die Zollbehörde von Jamaika interessierten sich vertieft für mein Aufgabegepäck, in London war das uninteressant. Auf der Südseite der Karibikinsel empfahl Lonely Planet die Blue Mountains und den dort angebauten Kaffee, das Bob Marley Museum und &#8222;having ice cream at Devon House&#8220; in Kingston als &#8222;must see&#8220;. Da passte es gut, dass wir zunächst mit Petra und Bernd auf ihrem Katamaran in der Bucht vor Kingston ankerten und noch einige Tage auf ein günstiges Wetterfenster für die Überfahrt nach Panama warteten. Die ersten Tage begannen nicht allzu früh mit einem ausgiebigen Frühstück, und dann hatten wir Zeit, die nähere Umgebung zu erkunden. Sogar ein Strandausflug nach Hellshire Beach mit meiner Tochter war noch drin. Dann lagen 5 Tage und 5 Nächte vor uns für die rund 560 Seemeilen weite Überfahrt nach Portobelo. Das Wetter und die Wellen stellten uns vor keine großen Herausforderungen und so genoss ich die Tiefen-entspannten Tage auf dem karibischen Meer, wo ich mich nach kurzer Zeit angenehm heruntergefahren fühlte und mich weit entfernt von den Herausforderungen des Alltags befand. In den Tagen auf See beim gemeinsamen Plaudern, Kochen und Spielen schien sich die Zeit auf ein angenehmes Maß zu dehnen, es blieb genügend Muße für meine Lektüre und ein besonderes Erlebnis waren für mich die dunklen Stunden in der Nacht, wenn ich am Steuer Wache halten durfte. Um den Zauber aller drei Schichten zu erleben, hatten wir uns auf einen täglichen Wechsel verständigt. Im Ergebnis war das genau richtig und gleichzeitig körperlich durchaus anstrengend. In den drei Stunden vor Mitternacht hing noch der Nachklang des gemeinsamen Abends in der Luft, die ruhigen Stunden nach Mitternacht boten Gelegenheit, eher nach innen zu hören, und die Stunden von drei bis sechs waren der Vorfreude auf den Sonnenaufgang gewidmet. Vor der Nordküste von Panama hatten wir ein paar ruhige Tage mit einer Dinghi-Tour durch einen Mangrovenkanal und Küstensegeln, wobei ein ruhiger Ankerplatz vor einer kleinen Insel den Törn abschlossen. An Petra und Bernd ein herzliches Dankeschön für die großartige Gastfreundschaft und die wunderbare geteilte Zeit! Carsten]]></description>
		
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		<title>Überfahrt von Jamaika (Kingston) nach Panama (Linton Bay) über das Karibische Meer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 11:22:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[16.04. &#8211; 21.04.2026 Nachdem wir am Mittwochabend mit unserer Gastcrew Carsten und Miriam bei der jamaikanischen Immigration in der Royal Jamaika Marina in Kingston &#8211; wie immer mit langer jamaikanischer Wartezeit &#8211; ausklariert haben, starten wir am Donnerstagmorgen für unsere Überfahrt. Nachdem uns Carsten eine Ankerwinch von Deutschland mitgebracht hat, die Bernd direkt verbaut hat, ist das Ankereinholen nun keine Herausforderung mehr. Die neue Ankerwinch läuft wie am Schnürrchen. So starten wir planmässig kurz nach 9 Uhr. Zuerst geht es zur Tankstelle &#8211; die soll ab 9 Uhr geöffnet sein, aber der Manager hat die Tankstellenschlüssel und so müssen wir erst einmal warten. Bis wir endlich Diesel getankt haben &#8211; die Tanks sind ausgesprochen leer und Frischwasser aufgefüllt ist es schon 11:20 Uhr bis wir endlich in See stechen können. Die Wetterprognosen verheißen leichtes Wetter mit moderatem Wind und so stechen wir entspannt in See. Für die Gastcrew ist es die erste Überquerung eines Meeres ohne Landblick und sie hat wenig Segelerfahrung, so ist es ein gutes Wetter für erste Erfahrungen. Nachdem wir unter Motor die Bucht von Kingston verlassen haben können wir Segel setzen und kommen auch ganz gut voran. Zwischendurch flaut der Wind immer wieder mal ab und wir brauchen Motorunterstützung um weiter zu kommen. Am Ende haben wir nach der ersten Nacht ein Etmal (Schiffstagesetappe) von 110 Seemeilen zurück gelegt, das liegt leicht unter dem kalkulierten Durchschnitt von 120 SM. Am Nachmittag bekommen wir Besuch, vier Schwalben umrunden unser Boot, landen und fliegen weiter und prüfen, ob wir ein guter Rastplatz sind. Allerdings sind wir auf weiter Strecke die einzige Option. Nach gut einer Stunde entscheidet sich ein Schwalbenpärchen, bei uns die Nacht zu verbringen. Sie kuscheln sich auf der Ablage über unseren Köpfen aneinander &#8211; am nächsten Morgen machen sie sich gestärkt wieder auf die Reise. Dafür hat ein Tölpel bei Sonnenaufgang den Weg zu uns gefunden. Er läßt sich in unserem Lazybag nieder und beginnt erst einmal ausfühlich sein Gefieder zu putzen und zu trocknen. Bedenken hinsichtlich der Menschen an Bord scheint er nicht zu haben. Naja, er ist ja auch deutlich größer als die Schwalben&#8230; Das Meer ist weiterhin ruhig und es weht nur ein leichtes Lüftchen. Und so packen wir zum ersten Mal in dieser Segelsaison unsere Spi aus und die Crew setzt Segel. Mit dem Spinaker kommen wir gut voran &#8211; zum Abend wird sie dann wieder eingeholt. Am nächsten Morgen werden wir von einer großen Schule von Streifendelphinen aufgebracht, in ihrer neugierigen und verspielten Art begleiten sie uns ein ganzes Stück und schwimmen unter unserem Boot und zwischen unseren Kufen mit Leichtigkeit hin und her und wir können ihren Anblick genießen und schöne Fotos und Videos machen. Am Abend bekommen wir wieder Schwalbenbesuch, ein Pärchen umkreist unser Boot findet aber letztlich kein Vertrauen zu uns und zieht weiter. Wir googeln, dass wir uns mit unserem Boot auf der Zuglinie der Zugvögel befinden, kein Wunder also, dass wir hier so weit auf dem offenen Meer die kleinen Flieger so häufig treffen. Erstaunlich ist es trotzdem zu sehen, wie diese kleinen Vögel mit ihren kurzen Flügeln so weite Strecken &#8211; immerhin 1000 km ohne Land &#8211; zurück legen. Wenn wir da einen Platz zum Ausruhen anbieten können, machen wir das gerne. Am Montag ist unser letzter voller Segeltag angebrochen, wir segeln wieder mit Spinaker. Die Dichte der Sargasso &#8211; Braunalgen, die sich als Plage immer mehr im Karibischen Meer ausbreitet und das Angeln fast unmöglich macht, da sie sich ständig in den Angelhaken verfängt nimmt ab und wir können endlich Angelerfolge erzielen. Erst beisst ein Mahi Mahi &#8211; wenn auch nur ein verhältnismässig kleiner und dann ein Thunfisch an und am Abend kommt endlich selbstgefangener Fisch auf den Grill. Der schmeckt immer noch am Besten. Nach einer ruhigen Nacht heißt es am nächsten Morgen um 6:11 Uhr &#8222;Land in Sicht&#8220;. Panama mit seinen grünen Hügeln taucht am Horizont auf und rückt dann Stunde um Stunde näher. Gegen 14:00 Uhr laufen wir in die Bucht von Portobelo ein, das ist unser erster Landfall in Panama, doch bei der Imigration erfahren wir, das Einklarieren vor Ort nicht mehr möglich ist und wir weiter müssen zur Linton Bay. Also müssen wir die 11 Seemeilen noch weiter segeln. Nach der Pause in Portobelo erreichen wir unseren Standort dort um Mitternacht. Eine wettertechnisch ruhige und entspannte aber auch tierreiche Überfahrt liegt hinter uns. Wir haben 560 Seemeilen zurück gelegt.]]></description>
		
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