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	<title>Belize &#8211; Blue Joline – Aufbruch in ein anderes Leben</title>
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		<title>Kolumne: Mensch und Meer &#8211; Schnorchelnd eine neue Welt entdecken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 15:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken und Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Februar 2026 Petra: In Belize sind wir dort draußen im Meer mit Haien und großen Fischen geschnorchelt &#8211; hier in Guanaja können wir in den Ausläufern direkt vom Strand aus die Unterwasserwelt beobachten. Wir haben das letztes Jahr im April schon gemacht, aber da es ein absolutes Highlight war, wollen wir das nochmal wiederholen. Die kleine Insel Michael Rock steht auf felsigem Untergrund und hier hat sich das maritime Leben direkt am Strand ausgebreitet. Hier in Landnähe trifft man hauptsächlich auf kleine Fische, doch das besticht vor allem durch die immense Vielfalt. Die kleinen Fische sind selten in homogenen Schwärmen unterwegs sondern sie tummeln sich alle bunt durcheinander zwischen den Korallen und Felsformationen. Es gibt Fische in allen Farben, Musterungen und Formen, die einen bestechen durch leuchtenden Farben in Lila, Blau, Gelb, Türkis, Rot, Orange, Weiß&#8230; , die anderen sind Meister der Tarnung und erst auf dem zweiten Blick vom Hintergrund auszumachen. Besonders bunt gibt sich er der Papageienfisch, einer der größten Arten hier am Küstenriff. Er strahlt in grün, blau, türkis, gelb, orange, pink&#8230;Es gibt lange schmale Fische, dicke Fische, flache Fische &#8211; meine Favoriten sind die dreieckigen Koffer- oder auch Cowfische, die wunderschön gezeichnet sind und einige haben zwei kleine Hörnchen auf der Stirn. Als Einzelgänger sind sie nur selten anzutreffen. Sie haben auch eine besondere Schwimmtechnik &#8211; ihre Flossen rotieren &#8211; sie bewegen sich fort wie kleine Hubschrauber unter Wasser. Neben den farbenfrohen lebhaften Fischen gibt es Korallen in allen Formen und Farben. Hier dominiert die lilafarbene Fächerkoralle, mit ihrem filigranen durchscheinenden Gewebe wiegt sie sich im Gleichklang mit den Wellenbewegungen des Meeres. Es gibt starre Hartkorallen die wie Orgelpfeifen hervorragen, andere sehen aus wie Vasen oder große Tontöpfe. In ihren Öffnungen verstecken sich die kleinen Fische vor Fressfeinden. Dazwischen Weichkorallen die ihre Arme im Wasser nach oben strecken, auch hier in immenser Vielfalt. Glatte Blätter, pelzige, dicke, schmale &#8211; einige wiegen sich Rhytmus des Meeres andere strecken sich starr in die Höhe. Einige sind eher farblos, andere zeigen ein kräftiges Gelb, Rot, Orange, Blau&#8230; Auf den Felsen strecken sich kleine Weihnachtsbaumwürmer in die Höhe und sehen aus wie winzige Anpflanzungen von Tannenbäumen. Dazwischen große Gehirnkorallen, die ihrem Namen alle Ehre machen und Korallen die an und zwischen den Felsen kleben und aussehen, wie dort hingegossen. Besonders auffällig die Elchhornkoralle &#8211; vereinzelt auftretende Koralle von meiste beeindruckendem Ausmass die ausssieht wie ein riesiges abgeworfenes Geweih auf einen Felsen gesetzt. Das alles offenbart sich dem Schnorchler aus nächster Nähe. Einige Korallen und Felsen sind so nah an der Wasseroberfläche, dass man sie umschwimmen muss um nicht mit dem Bauch daran hängen zu bleiben. Man hat das Gefühl durch ein riesiges Seewasseraquarium zu schwimmen, überall ist Bewegung, ständig gibt es etwas Neues zu entdecken. Immer wieder fasziniert mich wie entspannt die Unterwasserwelt auf ihre Besucher reagiert. Sie zeigen sich von den menschlichen Besuchern wenig beeindruckt und gehen weiter ihrer Beschäftigung nach &#8211; Futter suchen, Paarungsgehabe, ihr Revier verteidigen, &#8211; so gibt es kleine Verfolgungsjagten und Drohgebärden untereinander zu beobachten. Manchmal teilt sich ein Fischschwarm um einen herum und man hat das Gefühl, man müsste nur die Hand ausstrecken um einen Fisch einzufangen. Doch in ihrem Element sind sie uns weit überlegen &#8211; und während wir uns behäbig durchs Wasser flügen, flitzen sie geschäftig hin und her. Während sich das maritime Leben in der Regel unter einem abspielt sei hier noch eine Spezie erwähnt, die, wie der Schnorchler, direkt unter dem Wasserspiegel ihre Kreise zieht. Die Hornhechte &#8211; schmale Raubfische mit einem langen spitzen Horn die eine beachtliche Größe erreichen können. Sie lauern direkt unter der Wasseroberfläche auf ihre Beute und ab und zu schaut man einem dabei direkt in die Augen. Einen freundlichen Gesichtsausdruck haben sie dabei nicht und vermitteln manchmal den Eindruck, dass sie dem Schnorchler nur ungerne Platz machen. Beim Schnorcheln vergisst man schnell Zeit und Raum. Wenn die Unterwasserbilder fesseln, hat man sich schnell weit von seinem Ausgangspunkt entfernt und dann heißt es am Ende &#8211; ein ganzes Stück zurück zum Strand, zurück zum Boot. Ich habe hier in der Karibik das Schnocheln für mich entdeckt und fühle mich im Meer in meinem Element und so lasse ich mich vom maritimen Leben fesseln und von Wasser und Wellen tragen. In solchen Momenten fühlt sich das Meer an wie ein Freund&#8230; Bernd: Inzwischen kann ich die Anzahl der Schnorchelgänge nicht mehr zählen. Im Mittelmeer war meist nicht allzu viel zu sehen; meist Seegurken und ein paar Pflanzen und Fische. Der eingewanderte und überall zur Plage gewordene Feuerfisch, auch Lionfisch genannt, war da schon ein Highlight. Dann gab es Schwämme und Kraken in Kroatien und der Türkei. Später auf den Kanaren wurde es vielfältiger. Die Fische wurden bunter und es waren erste Korallen zu sehen. Rochen und Schildkröten faszinierten mich besonders. Das Versprechen auf eine faszinierende Unterwasserwelt sollte dann die Karibik halten. Wir sind hier jetzt seid mehr als 2 Jahren unterwegs und haben auf nahezu allen Inseln die Unterwasserwelt erkundet. Mich fasziniert das Schnorcheln an den Riffen immer wieder. So unglaublich ist die Artenvielfalt der Natur und die Farben der Fische und Korallen sind knallbunt. Wie aber ist der Zustand der Unterwasserwelt; Korallenbleiche, Müll, menschgemachte Zerstörung überall? Nein, so schlimm ist es nicht &#8211; aber es ist auch keine heile Welt. Viele Riffe zeigen Korallenbleiche, d.h. die Korallen sind teilweise abgestorben. Ein Lichtblick ist, man findet fast überall neue Korallen. Nicht zuletzt wegen der Bemühungen der Länder die Riffe zu schützen und Korallen in zeitraubender Kleinarbeit nachzuzüchten. Was war das beste Riff, der schönste Stopp werde ich regelmäßig gefragt. Ich habe darauf keine Antwort. Für mich gibt es viele Highlights, für mich sind es die Begegnungen die ich mache. Es ist immer wieder anders und immer wieder schön als Gast in dieser Welt zu sein. Mal ist es der riesige Rochen der gemächlich seine Bahnen zieht. Mal der Trupp Tintenfische, die ich beim Jagen in Formation beobachten kann. Diese Tiere sind offenbar ziemlich intelligent. Auf den Tobago Cays konnte ich den Schildkröten unter Wasser beim Grasen auf den endlosen Seegraswiesen zusehen und was mich wirklich überrascht hat, man kann die Tiere unter Wasser beim Fressen schmatzen hören. Kürzlich in Belize haben wir 2 bis 2,5m lange Ammenhaie beim Schnorcheln aus nächster Nähe erlebt. Ich könnet das hier endlos fortführen. Eine Erkenntnis habe ich jedoch gewonnen. Es ist nicht der Name, wie zum Beispiel das Jacques Cousteau Reservat auf Guadeloupe, der Unterwasser Lehrfahrt auf den BVI oder der garantiert beste Schnorchelspot auf der xzy-Insel, der am schönsten ist. Es sind die Riffe abseits der Touristenpfade, die ungeplanten Überraschungen, die Stellen zu denen kaum ein Mensch hinkommt, die am besten in Takt sind und wo die Korallen gesund wachsen und sich zahlreiche Fische tummeln. Der Mensch hat also doch einen negativen Einfluss auf die Natur. Vor allem wenn er in Mengen auftritt. In diesem Sinne sollten wir immer besonders vorsichtig sein und versuchen keinerlei Spuren zu hinterlassen. Fairer Weise möchte ich anmerken das wir kilometerlange Riffe gesehen haben, die von der Natur selbst zerstört wurden. Ein Hurrikan oder ein kräftiger Sturm kann ganze Riffe zerschlagen und auf Jahrzehnte eine Unterwasserwüste hinterlassen. Ausblick: Aktuell sind wir auf dem Weg zu den Cayman Islands. Ich lese im Guide &#8222;Die Cayman Islands sind der beste Tauch und Schnorchel Spot der westlichen Karibik mit glasklarem Wasser und einer atemberaubenden Unterwasserwelt&#8220;. Die Südsee wiederum verspricht noch besser, noch großartiger zu sein. Ich bin gespannt was ich noch alles unter Wasser erleben werde. Schwimmen mit Hammerhead Sharks vielleicht&#8230;]]></description>
		
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		<title>Überfahrt von Belize nach Guanaja/Bay Islands Honduras</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 14:21:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belize]]></category>
		<category><![CDATA[Bay Islands Honduras]]></category>
		<category><![CDATA[Überfahrten]]></category>
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					<description><![CDATA[12.02. &#8211; 13.02.2026 Um 13 Uhr sind die Vorbereitungen für unsere Abfahrt abgeschlossen &#8211; Bernd hat schnell noch einen Keilriemen am Motor gewechselt &#8211; und es heißt: &#8222;Anker auf&#8220; Als erstes müssen wir unseren Weg durch das Belize Barrier Reef finden &#8211; es gibt nur eine schmale Durchfahrt, die noch dazu einen Haken schlägt und wir müssen genau nach den Wegpunkten des Kartenplotters navigieren &#8211; sehen kann man die Passage über Wasser nicht. Unser Einheimischer Guide hat uns die Route erklärt und er meinte das immer wieder Boote aufs Riff laufen, wenn sie versuchen einen geraden Weg zu fahren. Das Belize Barrier Reef gehört zum Mesoamerikanischen Barrier Riff &#8211; das zweitgrößte nach dem Great Barrier Reef in Australien und es erstreckt sich auf rund 1000 Kilometer Länge zwischen Guatemala, Belize, Mexiko und Honduras. Am Ende unserer Überfahrt werden wir den Ausläufern des Riffs also wieder begegnen. Hinter dem Riff vor Belize ist das Wasser sehr niedrig rund 2 &#8211; 3 Meter. Nach der Riffdurchfahrt springt die Wassertiefe auf 2000 Meter und steigert sich dann schnell auf 4000 Meter. Da wird die Fahrt erst einmal zu einer ziemlichen Schaukelei bis wir das offene Meer erreicht haben und die Wellen sich eingependelt haben. Jetzt kann der Autopilot übernehmen und wir achten auf Hindernisse, Begegnungen und Untiefen. Dank Starlink haben wir während der Überfahrt stabiles Internet und so können wir uns die Zeit vertreiben mit den Olympischen Winterspielen &#8211; Eislaufen und Eistanz fasziniert uns. Nach einer recht ruhigen Nacht weckt uns am nächsten Morgen die Sonne. In der Nacht haben einige Schiffe, unter anderem das Kreuzfahrtschiff &#8222;Carnival of the Seas&#8220; unseren Weg gekreuzt &#8211; aber meist so weit entfernt, dass wir sie nur auf dem Kartenplotter ausmachen konnten. Die neue Antenne zeigt was sie kann und so empfangen wir stabil AIS Signale aus bis zu 40 Nm Distanz. Gegen Mittag werden wir von einer Handvoll Delfine aufgebracht, die uns ein Stück des Weges begleiten. Das Wetter ist uns weiterhin hold &#8211; der erwartete Ostwind bleibt stabil und lässt einen Kurs hoch am Wind Richtung Guanaja zu. Bernd hat die Angeln ausgebracht, aber das allgegenwärtige Sargasso Gras verfängt sich ständig in den Angelhaken und macht uns einen Strich durch die Rechnung &#8211; da bleibt Bernds Teller leer. Obwohl wir gut durchkommen und Wind und Wellen uns in die richtige Richtung tragen, ist es doch schon finstere Nacht als wir die Ankerbucht von Guanaja &#8211; Bay Islands Honduras erreichen. Um in die Bucht zu gelangen muss erst noch das Riff umschifft werden und dann heißt es im Dunkeln einen Ankerplatz festlegen. Mit der Taschenlampe machen wir die Position der Boote in der Ankerbucht aus und finden einen Platz für uns. Da der Anker im schlammigen Untergrund nicht richtig hält, sieht sich Bernd gezwungen mit dem Dinghy noch unseren Zweitanker auszubringen. Wir bringen die gelbe Quarantäneflagge aus und nehmen telefonischen Kontakt mit der Immigration auf &#8211; aber am Wochenende will dort keiner Dienst schieben &#8211; wir bekommen einen Termin für Montagmorgen, werden herzlich willkommen geheissen und dürfen uns auch bis dahin frei bewegen. Karibische Gelassenheit. Im Lichtkegel unseres Bootes macht sich ein Tintenfisch auf die Jagd &#8211; wir scheinen in sein Revier eingedrungen zu sein. Fasziniert schauen wir ihm eine Weile beim Jagen zu, dann wird es Zeit zum Abendessen. 158 Seemeilen haben wir auf dieser Tour zurückgelegt.]]></description>
		
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		<title>Karibik &#8211; Tagebuch III &#8211; Kuba im Ausnahmezustand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 16:14:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seite 9 &#8211; Wegen der Lage in Kuba müssen wir unsere Reisepläne ändern&#8230; 10.02. &#8211; 12.02.2026 Für heute ist die Überfahrt nach Kuba geplant. Die Wetterbedingungen sind &#8211; wie geplant &#8211; sehr gut für die Überfahrt. Allerdings hat uns die Nachricht erreicht, dass in Havanna Flugzeuge nicht mehr starten können wegen Spritmangel. Bei uns und unseren Gästen klingeln die Alarmglocken. Von unserem Aufenthalt im letzten Jahr in der Hemmingway Marina haben wir noch Kontakt zu unserem Fahrer. Der schreibt uns auch gleich zurück &#8211; in Kuba geht nichts mehr. Ohne Benzin fahren weder öffentliche Verkehrsmittel noch Taxis. Wenn wir an der Küste ankommen geht es über Land nicht weiter für unsere Gäste. Wir brauchen einen Notfallplan. Da ihr Flug von Havanna über Mexiko-Stadt geht ist die naheliegende Lösung von Belize mit dem Wassertaxi nach Mexiko &#8211; das liegt ja hier direkt um die Ecke sozusagen und von dort mit Zug, Bus oder Inlandflug nach Mexiko &#8211; City. Da der Flug erst am 16.2. startet, ist genug Zeit dorthin zu gelangen und auch noch ein bisschen Sightseeing mitzunehmen. Schnell steht fest, Sascha und Yvonne starten am nächsten Tag Richtung Mexiko. Auch wir sind unsicher, ob wir Kuba anlaufen sollen, das wäre die optimale Segelroute nach Jamaika, aber die Nachrichten klingen nicht vielversprechend. Wenn der Transport weitestgehend zum Erliegen kommt, häufen sich sehr schnell die Probleme. Lebensmittelversorgung, Müllabfuhr&#8230; Die Fischerboote können nicht mehr auslaufen. Die Lage wird sich schnell zuspitzen fürchten wir &#8211; die Fluglinien lesen wir, machen sich auf, ihre Fluggäste schnellstmöglich aus dem Land zu holen&#8230; Wir sind zwar autark, aber in einem Land, in dem eine derartige Ausnahmesituation herrscht, können wir uns nicht vorstellen, das wir uns dort wohlfühlen werden zumal sich die Lage im Moment kontinuierlich zu verschlechtern scheint. Nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, planen wir unsere Reise um. Wir werden zu den Bay Islands von Honduras segeln und dort auf ein günstiges Wetterfenster für die etwa 3,5 tägige windtechnisch schwierigere Segeltour zu den Cayman Islands warten. Dort können wir dann die drei Cayman Inseln besegeln und von dort ist es nur noch eine 1,5 Tagestour nach Montego Bay auf Jamaika. Allerdings segeltechnisch eine schwierige Route für die wir entweder Nordwind, Südostwind oder möglichst ruhige See brauchen. Aber wir haben insgesamt 5 Wochen Zeit &#8211; da sind wir zuversichtlich, das wir das meistern können. Während Sascha und Yvonne schon Bilder vom mexikanischen Nachtleben schicken, machen wir das Boot abfahrbereit für den 12.2. Wind und Wellen sind ab der Mittagszeit günstig. Obwohl es in der Nacht schüttet wie aus Kübeln lacht am nächsten Morgen die Sonne und die Wetterprognosen sind weiterhin positiv. Also machen wir uns mit dem Dinghy auf zum Ausklarieren. Die gesamte Crew muss dazu antreten. Auf dem Weg zum Office kommen wir an der Brauerei &#8222;Belikin&#8220; vorbei und wir beschließen auf dem Rückweg noch zu einem gezapften Stout einzukehren. Ist zwar noch ein bisschen früh für Alkohol, aber so ist das mit Gelegenheiten, die nicht wieder kommen. Am Ende gibt es doch nur Stout aus aus Flaschen, aber die schmecken uns so gut, dass wir beschließen noch einige Flaschen Proviant davon zu bunkern. San Pedro präsentiert sich von der Seeseite als perfekter karibischer Urlaubsort &#8211; in der zweiten und dritten Strassenreihe wird es dann einheimischer und einfacher und nach rund vier Straßenzügen ist das Ende der Insel auch schon erreicht. Das Golfcar ist hier das beliebteste Transportmittel &#8211; Rentcars bevölkern die Insel. Das ist sicherlich weniger der Tatsache geschuldet, dass die Wege auf der Insel so lang sind als vielmehr dem Umstand, das Amerikaner &#8211; die Mehrzahl der Touristen &#8211; ungerne zu Fuss gehen. Final entern wir noch die örtliche Bäckerei um unsere letzten Belizedollar auf den Kopf zu hauen und ein einheimisches Restaurant für eine letzte Mahlzeit in Belize. Zwischen einem Haufen Schulkindern, die sich hier verpflegen gibt es noch mal Fleisch in Kokospanade und die allgegenwärtige Reis mit schwarze Bohnen Beilage, der man hier nicht entkommt. Unterwegs kommen wir noch an einem Geschäft vorbei, dass Gläser in großer Auswahl anbietet. Also decken wir uns noch schnell mit neuen Wein- und Wassergläsern ein &#8211; dann haben wir Ersatz, wenn mal wieder eins das Segeln nicht verträgt. Wer weiss, wann wir wieder Gelegenheit haben, etwas nachzukaufen. Mit vollem Magen eine letzte Dinghyfahrt und dann laufen die letzten Vorbereitungen um den Anker zu lichten. Wenn wir Guanaja, die östlichste der drei Bay Islands von Honduras am nächsten Tag noch vor der Dunkelheit erreichen wollen, müssen wir jetzt los.]]></description>
		
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		<title>Karibik &#8211; Tagebuch III &#8211; Hol Chan Marine Reserves &#8211; Haie hautnah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 17:10:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tagebuch Karibik III]]></category>
		<category><![CDATA[Belize]]></category>
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					<description><![CDATA[Seite 8 &#8211; Mit Haien kuscheln&#8230; 08.02. &#8211; 09.02.2026 Von Cay Caulker ist es nur einen Katzensprung bis San Pedro und dem Ambergris Caye. Hier ist Ausklarierungsort, hier ist der touristische Hauptort von Belize und hier ist der Nationalpark Hol Chan Marine Reserve, den wir bei unserer Anfahrt gleich anlaufen und direkt vom Ranger wieder vertrieben werden. &#8222;Im Nationalpark nur registrierte Boote mit lizensierten Guide nach Zahlung der Eintrittsgebühren.&#8220; Also ankern wir erst einmal vor San Pedro und organisieren den Ausflug für den nächsten Tag. Über WhatsApp ist der Guide Cesar schnell gebucht. Registrierung unseres Bootes und Eintrittsgelder beim Tourismusbüro an Land bezahlt, Cesar mit dem Dinghy an Bord geholt und dann geht es gegen 11 Uhr mit dem Kat los. Alles ist streng geregelt. Es gibt zwei Haltepunkte, der erste am Riff und der zweite an der Shark Ray Alley. An jedem Spot wird eine Boje belegt, die nach einer Stunde wieder geräumt werden muss. Der Ranger kontrolliert erst einmal Bootsregistrierung, Zahlung der Eintrittsgelder und Lizenz des Guides &#8211; nach telefonischer Rückversicherung mit dem Büro des Marine Reserve stellt sich raus &#8211; es wurde nicht genug kassiert, wir dürfen trotzdem bleiben, nachdem wir versichern, dass wir den Rest nachzahlen und bekommen ein Clubbändchen. Dann geht es los mit dem Guide, der uns die interessanten Spots zeigt und für unsere Sicherheit verantwortlich ist. Die Unterwasserwelt ist beeindruckend und wir bleiben auch länger als eine Stunde. Da wir uns hier auf dem offenen Meer befinden &#8211; ein ganzes Stück vom Land entfernt, wo sonst geschnorchelt wird &#8211; fällt uns als erstes auf &#8211; wie groß die Fische hier sind. Kapitale Gelbflossenthunfische umkreisen uns, eine schön gezeichnete Meeresschildkröte grast auf dem Boden. Zwischen den Weichkorallen &#8222;verstecken&#8220; sich große Fischschwärme und ein riesiger Teufelsrochen zieht mit ruhigem Flügelschlag seine Bahnen. Die Unterwasserwelt nimmt uns gefangen, da bunte Treiben unter der so ruhig erscheinenden Wasseroberfläche ist immer wieder faszinierend. Vom Riffschnorcheln geht es zum nächsten Stopp &#8211; Schwimmen mit Ammenhaien (engl. Nurse Shark). Wir haben kaum an der Boje angelegt, wird unser Boot schon vom Haien umzingelt. &#8220; Die sind aber neugierig&#8220; sage ich. &#8222;Nein, die sind hungrig&#8220; sagt der Guide. Eine Information die Vertrauen schafft&#8230; &#8222;Das sind ganz liebe Haie&#8220; versichert uns Cesar &#8222;die tun nichts&#8220;. Aber gross sind sie, einige über 2 Meter lang. Ammenhaie sind Assfresser, aber leider haben wir kein Futter dabei. So verlieren sie schnell ihr Interesse an uns und machen sich auf zum nächsten ankommenden Boot. Wir machen uns mit unseren Tauchermasken auf ins Wasser, ein bisschen mulmig ist mir schon. Doch im ersten Moment ist kein Hai in Sicht. Cesar führt unsere Schnorchelgruppe zum nächsten Boot, hier ist die Fütterung in vollem Gange, die Haie springen halb aus dem Wasser um an die Futterfische zu kommen. Die riesigen Gelbschwanzthunfische umkreisen sie hektisch um auch etwas ab zu bekommen. Auch Stachelrochen haben sich eingefunden, vielleicht fällt ja was zu Boden. Und über dem Boot kreisen die Möwen und riesige Fregattvögel &#8211; die wollen auch was ab haben vom Kuchen&#8230; mehr Aktion über und unter Wasser geht nicht. Man dürfte die Haie auch streicheln&#8230; aber man muss es ja nicht übertreiben. Wir schwimmen mit unserer kleinen Gruppe weiter zum Riff. Cesar zeigt uns eine grüne Muräne, die zwischen den Felsen lauert. Überall treffen wir auf die Ammenhaie. Sie sind neben uns, unter uns ziehen ruhig ihr Bahnen oder liegen schlafend im Seegras. &#8220; Die Haie leben schon seid vielen Jahren hier, sind hier geboren &#8220; informiert uns Cesar &#8220; sie sind an die Schnorchler und Menschen gewöhnt.&#8220; Es gibt hier auch Hammerhaie und Riffhaie aber die mögen keine Menschen weiss unser Guide zu berichten und so bekommt man sie nicht zu Gesicht &#8211; darüber ist Cesar wohl ganz froh, denn diese Haie gelten als aggressiver und man möchte ja kein Risiko eingehen mit den Touristen&#8230; Wenn man sich erst einmal an den Anblick der vielen Haie um sich herum gewöhnt hat, sind sie mit ihrer ruhigen bedächtigen Art auch gar nicht mehr so unheimlich und so steige ich die Badeleiter hinauf, während zwei Ammenhaie und unzählige Gelbflossenthuns es sich unter unserem Katamaran gemütlich gemacht haben. Auf dem Rückweg zu unserem Ankerplatz vor San Pedro erregen wir noch das Interesse einer Möwe und nachdem ich sie angefangen habe zu füttern werden es nach in jeder Minute mehr. Ein erlebnisreicher Tag mit intensiven Tierbegegnungen.]]></description>
		
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