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	<title>Karibik &#8211; Blue Joline – Aufbruch in ein anderes Leben</title>
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		<title>Karibik &#8211; Tagebuch &#8211; Band II &#8211; Nr. 36</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 14:52:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tagebuch Karibik Band II]]></category>
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		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[Roatan Honduras &#8211; Livestyle in Port Royal und Jonesville&#8230; 29.04. &#8211; 03.05.2025 Am Morgen begrüsst uns wieder die Sonne und so machen wir uns auf zur nächsten Insel Roatan zu segeln, naja besser vor allem zu motoren, denn der Wind ist weitestgehend eingeschlafen. Roatan ist die grösste der drei Bay Islands und wir werden hier mehrere Stopps einlegen. Von Guanaja aus ist Roatan schon in Sichtweite und wir brauchen rund 6 Stunden bis zu unserem ersten Ankerplatz in der Port Royal Bay. Wir haben diesen Ankerplatz auf Roatan gewählt, weil Port Royal der Lieblingsankerplatz des berühmt berüchtigten Captain Morgans gewesen sein soll. Zur Zeit der Piraten haben sich in dieser gut geschützen Bucht mehr als 2.000 Piraten versteckt. Auch heute noch soll man tief im Dschungel Überreste der damaligen Piratensiedlung finden. Wir haben uns nicht auf die Suche gemacht, da der Urwald hier dicht und undurchdringlich ist. Hinter einem riesigen Riff finden wir einen ruhigen Platz für Joline. Wir ankern hier alleine, aber immer wieder passieren uns Einheimische mit ihren kleinen schnellen Motorbooten &#8211; wohin des Wegs? Das erschliesst sich uns nicht, auch wenn sich auf der anderen Seite der engen, nur für kleine Boote passierbaren, Durchfahrt Old Port Royal befindet. Am nächsten Tag machen wir uns auf, das Terrain mit dem Dinghy zu erkunden. Die Insel ist hügelig und mit Bäumen überwuchert. Daneben gibt es Kanäle mit Mangrovenbewuchs. Vereinzelte Häuser stehen am Fuss der Hügel. Wir fahren die Küstenlinie entlang und suchen einen Ausgangspunkt für uns zum Schnorcheln im Riff. Vom Boot schwimmen ist zu weit, aber einen guten Platz für unser Dinghy um das Riff zu erschnorcheln finden wir auch nicht. Die Mangroven sind undurchdringlich und an vielen Stellen ist es selbst für unser Dinghy zu flach. Wir beschliessen also weiter zu ziehen und in einer anderen Bucht unser Glück zu versuchen. Am Morgen machen wir uns auf &#8211; nach nur sechs Seemeilen erreichen wir Jonesville. Hier gibt es erstaunlich viele Häuser an den Ufern der Hügel. Hinter einem langen Riff gelegen liegen geschützte Kanäle und überall finden sich Hütten, aber auch schicke Häuser. Einige Häuser sind auch hier auf Pfählen gebaut. Es gibt eine Marina und wir machen bei unserer ersten Dinghytour mehrere kleine Restaurants aus. Wir ankern direkt hinter einer schwimmenden Bar auf einer Plattform &#8211; diese werden hier &#8211; ganz pragmatisch &#8211; auf ausgedienten Schiffsrümpfen angelegt. Am nächsten Tag weiten wir unsere Dinghytour aus und stellen fest, wie weitläufig sich der Ort &#8211; geschützt hinter dem grossen Riff &#8211; am Fuss der Hügel entlang zieht. Wir machen Station bei der schwimmenden Bar &#8222;Happy Landing&#8220; die uns mit guter Musik anlockt. Allerdings sind und bleiben wir die einzigen Gäste und die meisten Gerichte, die auf der Speisekarte angeboten werden, sind nicht vorrätig &#8211; es gibt Burger, sonst nichts&#8230; Dafür erwecken wir das Interesse der Barkatze &#8211; sie freut sich über Besuch und sich zu uns gesellt. Gegenüber bei der Bar scheint dagegen die Hölle los zu sein &#8211; also setzen wir kurzerhand über. Hier scheint ein Treffpunkt für Expats zu sein. Es gibt Livemusik und ein reges Treiben der Gäste, wir scheinen hier die einzigen zu sein, die unbekannt sind. Wie es so amerikanische Art ist, verwickelt uns die Amerikanerin vom Nachbartisch in ein Gespräch. Sie erzählt uns, dass sie lange auf dem Festland von Honduras gewohnt hat und nun hier ein Haus hat. Sie hat das Festland von Honduras als sicher empfunden &#8211; solange man sich nicht auf Banden oder Drogen einläßt &#8211; und empfiehlt uns einen Besuch dort. Wir überdenken unseren verbleibenden Zeitrahmen und stellen fest, dafür fehlt uns die Zeit&#8230; ja auch als Dauerreisender kann die Zeit knapp werden&#8230; Nach Sichtung der Destinationen die noch vor uns liegen bis zu unserem diesjährigen Saisonziel &#8211; dem Rio Dulce in Guatemala &#8211; legen wir einen Zeitplan fest und stellen fest &#8211; wird schon zeitlich eng&#8230; Spätestens einen Tag vor meinem Geburtstag am 17.05. wollen wir dort ankommen und haben schon Gäste zum gemeinsamen Feiern eingeladen: Renate und Peter von der Amira &#8211; zuletzt getroffen auf Curacao im Juni/Juli 2024 nähern sich dem Rio Dulce aus Richtung Belize&#8230; Hier in Jonesville haben sie vor dem vorgelagerten Riff eine Plattform mit Leiter installiert &#8211; prima, hier können wir unser Dinghy anbinden und zum Riff schnorcheln. Gesagt &#8211; getan&#8230;. leider gibt es nicht viel zu sehen &#8211; der Boden ist mit Seegras bedeckt &#8211; da gibt es keine Korallen und nur wenig Fische. Auch sonst ist hier nicht so viel los, wie es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Es gibt zwar Bars, Restaurants und eine Marina mit Pool &#8211; aber es fehlt an Gästen&#8230; überall herrscht Totentanz &#8211; als einzige Gäste irgendwo aufzuschlagen reizt uns auch nicht und so beschliessen wir, weiter zu ziehen in die nächste Bucht&#8230; French Harbour &#8211; hier soll der der touristische Hotspot der Insel sein. ← Vorheriger Eintrag &#124; Zur Übersicht &#124; Nächster Eintrag →]]></description>
		
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		<title>Karibik &#8211; Tagebuch &#8211; Band II &#8211; Nr. 35</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 May 2025 17:36:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tagebuch Karibik Band II]]></category>
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		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[Chillen in der El Bight Bay&#8230; 23.04. &#8211; 28.04.2025 Kulinarische Highlights in Bonacca? Mittwoch machen wir uns gegen Mittag auf nach Bonacca, wir wollen dort mal das einheimische Essen testen und danach frische Lebensmittel einkaufen. Es gibt mehrere kleine Imbissläden, in denen die einheimischen ihre Kochkünste anbieten. Es ist alles sehr einfach, aber sauber. Die Köchin rattert ihr Angebot herunter, da wir aber nicht wissen was dahinter steckt, bestellen wir einfach mal was&#8230; einmal Hühnchen, einmal Käse&#8230; Wir bekommen kleine Weizenfladen &#8211; wie bestellt mit Käse bzw. mit Huhn &#8211; bestrichen ist der Fladen mit einer Bohnenpaste&#8230; ich kann sicher sagen, dass ich keine Bohnenpaste mag&#8230; Unbefriedigt verlasse ich den Laden und wir überlegen, wo ich noch einen zweiten Versuch starten kann. Ein Einheimischer spricht uns an und zeigt uns den beliebtesten Laden im Ort. Wir haben schon einige Anwohner mit &#8222;Takeaway&#8220; Essen von dort kommen sehen. Hier hängt sogar eine Speisekarte aus. Ich entscheide mich für ein &#8222;Chicken Stew&#8220; und bekomme Hühnerflügel in Sauce mit Reis und kaltem Nudelsalat&#8230;. und frischen kleinen Weizenfladen&#8230; ich werde honduranische Gerichte erst einmal von der Karte nehmen&#8230; Das Versorgungsschiff ist da &#8211; jetzt heisst es Einkaufen Da alle Geschäfte von 12 &#8211; 14 Uhr geschlossen haben, hängen wir nochmal in der Bar vor Ort ab und trinken ein kühles Bier &#8211; ansonsten gibt es nur süße Softgetränke oder Wasser ohne Kohlensäure &#8211; da scheint Bier noch die ehrlichste Wahl zu sein. Unser erster Besuch gilt der örtlichen Ferreteria, wie auch hier auf Bonacca die Baumärkte heissen. Der Laden ist erstaunlich gut sortiert. Neben Baumaterial gibt es auch Haushaltswaren und Medikamente. WIr finden einiges, was uns nützlich und preislich attraktiv erscheint und verlassen das Geschäft mit einer bunten Mischung: Angelhaken, Leine, Schaumlöffel, Ersatzteile für Klimaanlagen,&#8230; Danach stürmen wir den örtlichen Supermarkt und ergänzen unsere Lebensmittel mit einer Palette Eiern, diveren Getränken und H &#8211; Milch. Im Gemüsemarkt nebenan decken wir uns mit frischem Obst und Gemüse ein. Die Auswahl ist wirklich gut und von ansprechender Qualität. Eine Lektion in Spanish absolvieren wir nebenbei &#8211; allerdings bleiben die Namen der Obst und Gemüsesorten nicht alle hängen. Besuch an Bord Am Abend kommen Nick und Anja von der Amani zum Gegenbesuch an Bord. Sie wollen auch nach Guatemala in den Rio Dulce &#8211; planen ihre Ankunft dort aber erst im Juni. So werden sich unsere Wege bald wieder trennen. Wir erkunden &#8222;El Bight&#8220; Nachdem wir nun schon ein paar Tage vor Ort sind wollen, wir Donnerstag mit dem Dinghy los und uns die Lokation vor Ort ansehen. Die Honduraner nennen das hier deutsche Bucht, da sich hier einige Deutsche eingekauft und angesiedelt haben. So gibt es hier drei Restaurants unter deutscher Leitung&#8230; Die Pizzeria von Hans ist jedoch nicht mehr in Betrieb &#8211; Hans ist langfristig erkrankt. Die Restauration von Hansi ist wohl in Betrieb &#8211; Gäste können wir aber nicht entdecken&#8230; So fahren wir um die Bucht herum und schauen uns die Rückseite der El Bight Bay an &#8211; hier liegen verschiedene Villen mit Blick aufs Meer &#8211; einige stehen zum Verkauf&#8230; Das dritte Lokal &#8211; &#8222;Me Casa Too&#8220; &#8211; hat einen eigenen Steg und liegt ein Stück den Berg hinauf. Hier haben wir abends auch schon Licht brennen sehen und selbst Google kennt den Ort und die Bewertungen sind gut&#8230; Ob wir hier einmal zu Essen gehen werden und dem honduranischen Essen noch mal eine Chance geben&#8230; wir sind noch unschlüssig. Honduras Festland &#8211; ist das sicher? Da die Saison sich langsam dem Ende neigt, steigen wir am Donnerstag mal in die Planung für den zeitlichen Ablauf der Restzeit ein. Wir hatten in Erwägung gezogen, noch eine Woche aufs Festland zu gehen , um etwas mehr von Honduras zu sehen. Doch unsere Recherche ergibt, dass die Küstenstadt La Ceiba &#8211; in der die Fähren von den Bay Islands anlegen, als unsichere Destination gilt. Überhaupt gilt das Festland von Honduras als sehr arm und mit hoher, gewaltbereiter Kriminalität&#8230; Wir beschließen daher, unseren Besuch in Honduras auf die drei Bay Islands zu beschränken. Wir planen die Rückreise nach Deutschland Bei der Suche nach einem sinnvollen Rückflug werden wir dann auch fündig &#8211; Direktflüge nach Düsseldorf gibt es von hier nicht mehr. Wir werden also über Madrid fliegen, dort einen Zwischenstop für ein paar Tage machen&#8230; wenn wir schonmal da sind&#8230; und von dort dann einen Direktflug nach Düsseldorf nehmen. Am 07. Juni. werden wir abends in Deutschland ankommen&#8230; Samstag gelingt uns endlich ein Telefonat mit Susi und Gordon, die uns ausführlich von ihrem Urlaub in Dubai berichten wollen. Wir haben jetzt eine Zeitverschiebung zu Deutschland von 8 Stunden&#8230; da ist es gar nicht so einfach ein für beide passendes Zeitfenster zu finden&#8230; Die Temperaturen liegen hier zwischen 29 und 35 Grad &#8211; da genießen wir es, uns zwischendurch in die Koje zu legen und uns mit der Klimaanlage herunter zu kühlen&#8230; und weil das so gemütlich ist, kann man dabei auch mal einen ganzen Tag verdaddeln&#8230; Michael Rock und das zweitgrößte Barrier Riff der Welt Sonntag machen wir uns mit dem Dinghy auf zur anderen Seite der Insel. Hinter Bonacca führt ein Kanal durch die Mangroven. Dort soll es gute Schnorchelmöglichkeiten geben. Honduras ist mit Belize durch das zweitgrößte Barrier Reef der Welt verbunden und von Michael Rock aus soll man dort schnorchelnd einen Eindruck gewinnen können. Wir müssen ein ganzes Stück fahren um auf die andere Seite zu gelangen, dort erwarten uns &#8211; überwiegend &#8211; menschenleere Sandstrände und Tauchstationen &#8211; nett angelegt aber auch verwaist&#8230; Aber die Landschaft ist traumhaft schön und auf unseren zwei Schnorchelausflügen von verschiedenen Stränden aus, können wir einen Einblick gewinnen in die Ausläufer des Riffs. So viele unterschiedliche intakte Korallen und eine so vielfältige Unterwasserfauna haben wir bisher noch nicht gesehen. Gut zwei Stunden schnorcheln wir durchs Wasser. Bei der Beobachtung der Unterwasserwelt vergisst man schnell die Zeit. Beim zweiten Schnorchelausflug müssen wir dann auch noch gegen eine leichte Strömung zurück zum Dinghy schwimmen &#8211; da sind wir mittlerweile auch schon ganz schön müde und erschöpft. Fünf Seemeilen müssen wir dann noch mit &#8222;Söckchen&#8220; zurück zum Boot. Obwohl ich mich eingecremt habe, schaffe ich es, mir einen leichten Sonnenbrand zuzuziehen&#8230; damit habe ich nach so langer Zeit in der Sonne nicht mehr gerechnet&#8230; Gelungenes Abendessen im &#8222;Me Casa Too&#8220; Nach diesem ausgefüllten Tag beschliessen wir ein Abendessen im &#8222;Me Casa Too&#8220;. Wir legen am Steg an und müssen dann 192 Stufen nach oben steigen. Für diese Anstrengung werden wir belohnt mit einem herrlichen Ausblick auf die Bucht. Wir sind die einzigen Gäste &#8211; es gibt chillige Countrymusik und leckeres Essen. Dazu lebhafte Geckos an den Wänden (gut gegen Ungeziefer und daher sehr beliebte Hausgäste) und neben unserem Tisch schwirren die Kolibris zu ihrer Futtertränke mit Zuckerwasser. Ein gelungener Abschluss für einen schönen Tag. Am nächsten Tag wollen wir dann weiter segeln zu nächsten Insel. Vorab klettert Bernd noch in den Mast um den Lazybag und die Antenne zu reparieren. Noch bevor er die Arbeiten abschliessen kann, fängt es an zu regnen&#8230; naja zu schütten&#8230; und regnet sich dann richtig ein, bei vollkommener Windstille&#8230;. kein Wetter zum Segeln, wir beschliessen daher, noch einen Tag in Guanaja dranzuhängen&#8230; ← Vorheriger Eintrag &#124; Zur Übersicht &#124; Nächster Eintrag →]]></description>
		
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		<title>Karibik &#8211; Tagebuch &#8211; Band II &#8211; Nr. 34</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2025 14:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tagebuch Karibik Band II]]></category>
		<category><![CDATA[Bay Islands Honduras]]></category>
		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[Guanaja &#8211; Willkommen auf den Bay Islands von Honduras&#8230; 21.04. &#8211; 22.04.2025 Ankunft auf den Bay Islands von Honduras Nachdem wir uns von unserem Überfahrtritt gut ausgeruht haben geht es heute erst einmal nach Bonacca &#8211; dem kleinen Ort hier vor Guanaja &#8211; zum Einklarieren. Von der Handvoll Boote die hier liegen sind bereits drei Deutsche. Die Welt ist manchmal klein&#8230; die Boote sind jetzt so langsam auf dem Weg zu ihren Hurrikanholes. Bonacca &#8211; Zentrum von Guanaja Genau genommen ist Bonacca der Insel Guanaja vorgelagert &#8211; erbaut auf einem Felsen im Meer, erweitert durch Bauten die auf Pfählen ins Meer ragen. Wir machen uns gemeinsam mit dem Dinghy auf, hinaus aus der Bucht, um den Ort herum zur Anlegestelle. Dabei beobachten wir, dass es vor dem Ort einen grosse Holzkiste gibt, die als Müllabladefläche dient und vom Boot aus bestückt werden kann. Das ist ja mal komfortabel&#8230; Am Bootsanleger herrscht geschäftiger Menschenauflauf &#8211; die Fähre ist gerade angekommen und am Pier herrscht ein reges Treiben. Der kleine Ort ist mit Wasserkanälen durchzogen und wir müssen erst einmal den Weg zur Einwanderungsbehörde finden. Diese entpuppt sich als kleine Holzhütte besetzt mit einem Mitarbeiter der unsere offizielle Einreise bestätigt. Versehen mit Einreisestempel und vielen ausführlichen Hinweisen über die Restaurants und Sehenswürdigkeiten von Guanaja können wir uns nun 90 Tage in Honduras aufhalten. Einklarieren auf den Bay Islands Anschließend geht es zum Harbourmaster &#8211; nachdem die Menschen nun eingereist sind, muss nun noch Joline einreisen. So redselig der Mann von der Immigration war, so wortkarg ist der Dockmaster. Aber er wickelt die Bootseinreise zügig ab und Joline bekommt eine Cruisingpermit für ebenfalls 90 Tage. Somit also Willkommen in Honduras. Während der Behördengänge lernen wir auch gleich zwei amerikanische und einen kanadischen Segler kennen, die auch mit uns in der Bucht vor der Insel liegen. Da die Insel fast vollständig von einem Gebirgszug eingenommen ist, gibt es nur wenig Besiedlung &#8211; neben Bonacca noch ein Fels im Meer mit einem Mehrfamilienhaus und einigen Gebäuden an den Ufern am Fusse des Gebirges. Bargeld Beschaffung &#8211; Wir brauchen Lempira, die Währung in Honduras Vor allem müssen wir uns erst einmal Bargeld beschaffen &#8211; gezahlt wird hier mit dem Lempira &#8211; der Umrechnungskurs zum Euro ist etwa 1:25. An der Bank im Ort gibt es auch einen ATM, aber der akzeptiert unsere VISA &#8211; Karte nicht. Also versuchen wir es in der Bank &#8211; die bewaffnete Sicherheitskraft öffnet uns die Tür und wir befinden uns im Schalterraum. Davor aufgereiht drei Stuhlreihen. Einige Leute warten bereits darauf an der Reihe zu sein. Wir nehmen Platz und werden direkt darauf hingewiesen, dass wir platzmässig aufschliessen müssen. Wenn der nächste Kunde bedient wird, rücken alle einen Platz weiter&#8230; ist ein bisschen wie die Reise nach Jerusalem&#8230; Also hoppeln wir mit den Einheimischen von Stuhl zu Stuhl. Als wir an der Reihe sind, zeigen wir unsere VISA &#8211; Karte vor und ordern Lempiras. Das scheint kein Problem zu sein &#8211; die Kassiererin druckt einen Kassenbon aus, diesen müssen wir nicht unterschreiben sondern mit einem Fingerabdruck &#8211; ein Stempelkissen steht direkt auf dem Tresen &#8211; bestätigen und schon fliesst Bargeld&#8230;. Erste Eindrücke von Bonacca Anschliessend erkunden wir den Ort, in jedem dritten Haus scheint es entweder einen Tante Emmaladen oder ein Restaurant zu geben. Wir fragen uns, woher die vielen Kunden kommen sollen&#8230; Aber es gibt auch kein Gedränge in den Läden. Das könnt daran liegen, dass das Versorgungsboot immer mittwochs kommt und das Warenangebot somit am heutigen Ostermontag &#8211; auch wenn das hier kein Feiertag ist &#8211; bereits sehr ausgedünnt und nicht mehr so frisch ist. Wir beschliessen uns den Gepflogenheiten anzupassen und unseren Einkauf auf Mittwoch zu verschieben. Nach einem Snack in einem mexikanischen Restaurant &#8211; naja wohl eher ein Imbiss mit Sitzmöglichkeiten &#8211; und einem Flaschenbier in der ansässigen Bar machen wir uns wieder auf den Weg zum Boot. Gefühlt sind wir mittlerweile bereits jede Strasse des Ortes zweimal gelaufen&#8230; Auf dem Rückweg kommen wir an dem deutschen Boot Amani vorbei und werden von Anja und Nick, die auch Mitglied im TO &#8211; Segelverband sind, auf einen Plausch an Bord eingeladen. So verbringen wir dort ein unterhaltsames Stündchen, bevor wir wieder zurück zur Joline fahren. Klimaanlage kaputt &#8211; müssen wir jetzt schwitzen ? Vor ein paar Tagen ist die Klimaanlage in unserer Kabine ausgefallen &#8211; kein gutes Timing, den nach den eher moderaten Wärmeverhältnissen der letzten Destinationen &#8211; ist es hier wieder sehr warm und die Luftfeuchtigkeit hoch. Die Tagestemperatur: 29 Grad &#8211; gefühlt 34 Grad&#8230; Also macht sich Bernd am Dienstagmorgen daran, der Klimaanlage neues Leben einzuhauchen. Nach Ausfall der Kühlwasser Förderpumpe hat es einige andere Teile der Klimaanlage in den Tod gerissen &#8211; sozusagen multibles Organversagen. Nach 3 Stunden Fehlersuche bis nach Mitternacht haben wir einen ziemlich genauen Überblick was dem Patienten fehlt. Nach Ausbau der Anlage fällen wir jedoch das finale Urteil: Das dieses Klimaaggregat nicht mehr zu retten ist. Nach 12 Jahre treuem Dienst auf See hat es ausgedient. Hier noch Geld und Arbeit zu investieren macht keinen Sinn. Beschaffen können wir in nächster Zeit aber auch kein neues Klimagerät. Da es in der gegenüberliegenden Kabine eine zweite baugleiche Klimaanlage gibt, kann Bernd diese umbauen und so können wir weitere 3 Stunden später zur Siesta unsere Kabine wieder angenehm runterkühlen &#8211; Strom haben wir auch genung &#8211; den Lithiumbatterien sei dank. Mittwoch wollen wir uns um die Schlacht ums frische Gemüse einreihen&#8230; ← Vorheriger Eintrag &#124; Zur Übersicht &#124; Nächster Eintrag →]]></description>
		
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		<title>Überfahrt von Kuba &#8211; Westküste &#8211; zu den Bay Islands von Honduras</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Guertler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2025 11:47:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Überfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Bay Islands Honduras]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein wilder Ritt über das karibische Meer&#8230; 18.04. &#8211; 20.04.2025 Gründonnerstag haben wir den westlichsten Punkt der kubanischen Küste erreicht. Die Marina &#8222;Los Morros de Cabo San Antonio&#8220; ist für uns Ausklarierungshafen. Marina Los Morros &#8211; Cabo de San Antonio Mit einer Marina hat das hier aber wenig zu tun. Ein einsames Zöllnerhäuschen in einer ansonsten fast menschenleeren Bucht, zwei weitere Gebäude und ein Restaurant, das aber nicht in Betrieb ist. Wir liegen auch als einziges Boot hier. Es gibt einen einfachen Betonsteg, der Platz für 2 bis 3 Boote bietet und in der Bucht vor der Marina kann man bei 2 bis 3 Meter Wassertiefe ankein. Leider bietet die Marina bei Wind aus Nord oder Nord Ost keinerlei Schutz und so rollen die Wellen ungehindert in den Ankerplatz. Gut das das Wetter noch relativ ruhig ist. Der Ort San Antonio liegt rund 6 km entfernt &#8211; von hier kommt wohl auch der Zöllner angereist, der uns ausklariert. Das klappt alles unkompliziert und zügig. Auf ein ruhiges Wetterfenster müssten wir 5 Tagen warten &#8211; wenn es dann auch wirklich kommt&#8230; So lange wollen wir an diesen einsamen Ort nicht verweilen. Also beschließen wir, zügig am nächsten Morgen los zu segeln bevor der Wind noch weiter zunimmt. Immerhin sind auch so schon Wind von 25 Kn und 2m bis 2,5m Welle von der Seite angesagt. Nicht ideal &#8211; aber machbar. Gut 340 Seemeilen liegen vor uns und wir rechnen mit einer Überfahrtzeit von 3 Tagen. Tatsächlich schaffen wir es dann in 2 Tagen. Wind um 30 Knoten, dazu der Rückstrom des Golfstroms, den wir geschickt nutzen und der uns jetzt von hinten weiter Schub verpasst. Wir rauschen mit bis zu 9 Knoten über die Wellen &#8211; die mit 2 &#8211; 3 Meter von der Seite kommen. Grosssegel in Reff 2 und 30 % Genua reichen dafür schon aus. Es ist eine wilde Fahrt. Nach 50 Stunden erreichen wir am Morgen die erste Insel der Bay Islands von Honduras &#8211; Guanaja. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,9 Knoten war das unsere bisher schnellste Überfahrt. 350 Seemeilen haben wir zurückgelegt. Es wäre noch schneller gegangen, aber wir wollten nicht im dunklen ankommen. Da wir Ostersonntagmorgen ankommen, sind die öffentlichen Stellen geschlossen, wir legen uns erst einmal in die Bucht und hinterlassen unsere Ankunft auf dem Anrufbeantworter und per Whatsapp. Wie ist so eine mehrtägige Überfahrt unter diesen Bedingungen? Überfahrten über das offene Meer sind immer ein besonderes Erlebnis und eine Herausforderung. Der Reiseskomfort hängt dabei direkt zusammen mit Windstärke und Wellenrichtung. Kommen Wind und Wellen von hinten ist so eine Überfahrt sehr angenehm &#8211; auch bei höherer Windstärke. Wir hatten bei unserer Überfahrt den Wind und die Wellen von der Seite, da tanzt das Boot ganz schön über die Wellen und das schränkt die Möglichkeiten an Bord erheblich ein&#8230; Bei einer Frequenz von 6 Wellen in der Minute sind das in 50 Stunden Überfahrt immerhin 18.000 Wellen die unter Joline hindurchrauschen. Bei einer Wellenhöhe von 2 bis 3m schon eine ganz schöne Herausforderung für Mensch und Material. Liegen &#8211; geht; Sitzen geht auch; Laufen ist schon unbequem, man muss sich gut festhalten und dann weiss man wofür es gut ist, dass es in einigen Bereichen eng ist, so dass man sich dort verkeilen kann und es überall Überstände zum Festhalten gibt. Etwas mit einer Hand zu transportieren wird zur Herausforderung &#8211; da überlegt man sich schon zweimal, was wirklich gebraucht wird. Arbeiten im Stehen mit beiden Händen&#8230;unmöglich, schon gar nicht mit &#8222;gefährlichen&#8220; Gegenständen &#8211; das heisst, die Küche bleibt kalt. So gibt es am ersten Reisetag: Salzbrezel, Äpfel und Chips und am zweiten steigern wir uns auf: Cräcker mit Humus und Käse, trocken Brot und Krautsalat, der von der letzten Mahlzeit in der Marina übrig geblieben ist. Es gibt noch eine weitere Einschränkung bei so viel Wind und Welle &#8211; das Meer ist unglaublich laut. Das Getöse ist so stark, dass, wenn man sich am Tisch gegenüber sitzt schon deutlich lauter sprechen muss, um sich zu verständigen. Am Computer arbeiten kam für uns auch nicht in Betracht &#8211; bei dieser Lautstärke konnten wir keinen klaren Gedanken dafür fassen. In der Kabine ist es deutlich leiser &#8211; schlafen war kein Problem. Unsere Route war sehr unkompliziert, wir konnten auf direktem Weg segeln &#8211; den Autopilot einmal eingestellt, dann segelte das Boot die Strecke selbständig. Regelmäßig nachsehen, ob es andere Schiffe oder sonst etwas Ungewöhnliches gibt. Mal die Segel nachjustieren, wenn der Wind sich etwas verändert, ansonsten ist das Boot auf Kurs und bringt uns unbeirrt zum Ziel. Wie Bernd gerne sagt: &#8220; Das Boot hält mehr aus als die Crew.&#8220;]]></description>
		
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