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Jamaika

Die Green Grotto Caves – Natur- und Kulturgeschichte Jamaikas

30.03.2026

Die Green Grotto Caves zählen zu den bedeutendsten Höhlensystemen Jamaikas und liegen an der Nordküste zwischen Montego Bay und Ocho Rios.

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Eingang zu den Green Grotto Caves
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Das Kalksteinhöhlensystem erstreckt sich über mehrere Kilometer, wobei ein Teil im Rahmen geführter Touren zugänglich ist.
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Der Name Green Grotto stammt von den grünen Algen an den Wänden
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Länge: ca. 1.525 Meter sind begehbar. Geologisch entstanden die Höhlen durch die Auflösung von Kalkstein über Millionen Jahre.
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Charakteristisch sind Stalaktiten und Stalagmiten. Das konstante Mikroklima im Inneren – kühl und feucht – begünstigt die Bildung dieser Strukturen bis heute.
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Über Holzstege und Treppen geht es bis hinunter in etwas 12 Meter Tiefe.
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In der Tiefe treffen wir auf den einen unterirrdischen See – den Grotto Lake

Historisch betrachtet haben die Höhlen eine wechselvolle Nutzung erfahren. Ursprünglich dienten sie den indigenen Taíno als Rückzugsort.

Während der Kolonialzeit wurden sie von entlaufenen Sklaven als Versteck genutzt. Im 17. Jahrhundert sollen sie zeitweise auch spanischen Siedlern und später britischen Truppen Schutz geboten haben. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Schmuggler die schwer zugänglichen Höhlen als Lagerstätten nutzten.

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Tief verwurzeln sich einige Bäume in dem porösen Gestein aus Limestone.

Im 20. Jahrhundert wurden die Green Grotto Caves zeitweise militärisch verwendet, unter anderem während des Zweiten Weltkriegs als Lager für Waffen und Vorräte. Erst später erfolgte die touristische Erschließung, wobei der Zugang heute ausschließlich im Rahmen geführter Besichtigungen möglich ist.

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An einigen Stellen sind die Durchgänge sehr niedrig.
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Die Green Grotto Caves – Natur- und Kulturgeschichte Jamaikas 12

Während der Tour haben wir nur sehr vereinzelt Fledermäuse gesehen – nach Aussage des Guide sind diese nach dem Hurrikan „Melissa“ im Oktober 2025 weitestsgehend verschwunden – vielleicht nur vorübergehend…

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