Karibiktagebuch III 4 Rio Dulce und kein Ende
Guatemala,  Tagebuch Karibik III

Karibik – Tagebuch III – Boot ohne Wasser

Seite 4 – Rio Dulce und kein Ende in Sicht…

01.01. – 16.01.2026

Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat…. mit Arbeit. All die vielen Teile, die Bernd herangeschafft hat, müssen nun verbaut werden. Natürlich ist das neue Equipment nicht baugleich mit der alten Ausstattung und so muss neu verbunden und angepasst werden…

Bootsarbeiten
Die neuen Geräte passen nicht in die alten Vorrichtungen des Steuerstandes – da muss improvisiert werden.

So vergehen die Tage und wie das im Alltag so üblich ist, fragt man sich am Ende wo die Zeit geblieben ist. Uns geht es nicht anders. Während die Arbeiten voran schreiten fliegen die Tage nur so dahin.

Der Katamaran von Maria und Charly hat es mittlerweile ins Wasser geschafft und sie liegen am Steg der Nanajuana Marina für die finale Ausstattung ihres neu gekauften Bootes. Zur Einweihung sind wir auf ihrem neu umbenannten Schiff „Sud“ eingeladen und sie bekochen ihre ersten Gäste an Bord.

Und wir sind zum ersten Mal auf einem schwimmenden Katamaran in dieser Segelsaison…

Auf dem Rückweg über die dunklen Stege schaffe ich es dann zwischen dem überdachten Steg und dem Weg an Land in einen Spalt zu treten und mir das linke Bein aufzuschrammen und zu prellen. Zum Glück im Unglück ist nichts gebrochen. Gut desinfiziert schließt sich die Wunde schnell, aber die Prellung macht mir noch Tage später zu schaffen.

Patricia und Toni laden zu einem letzten Tamales – Essen ein. Wir sollen diese mittelamerikanische Spezialität noch probieren bevor sie sich in den Flieger in die USA zu einer Familienfeier setzen. Es wird wohl auch ein Abschiedsessen sein, denn bis sie Ende Januar Wiederkommen wollen wir schon unterwegs sein.

Abschiedsessen auf der Twende
Abschiedsessen auf der Twende.

Bei all der Arbeit gönnen wir uns zwischendurch immer wieder mal ein leckeres Essen in unserem Stammlokal „Sundogs“ und auch guatemaltekische Massagen. Weil das Leben nicht nur Arbeit ist…

Am Mittwoch der zweiten Kalenderwoche zeichnet sich dann endlich ein Ende der Reparaturarbeiten am Rumpf und am Motor ab und wir buchen einen Slip – Termin.

Doch zu früh gefreut – der letzte Probelauf mit dem Motor zeigt – der Backbordmotor läuft nicht rund. Nelsen, der Marinamechaniker baut den Motor auseinander und die Teile müssen nach Guatemala – Stadt geschickt werden. Das kann 5 Tage dauern…oder länger…

Währenddessen kommen Dorothee und Peter von der PIA zurück an den Rio Dulce. So hat die Zeitverzögerung auch etwas Gutes. Wir feiern Wiedersehen und tauschen die neuesten Informationen aus.

Bernd bei Unterwasserarbeiten
Die Arbeiten am Unterschiff sind schweisstreibend und schmutzig.

Uns läuft langsam die Zeit davon, Ende Januar wollen wir in Belize – Stadt unsere ersten Mitsegler an Board nehmen und aus dem riesigen Zeitpuffer ist mittlerweile eine enge Zeitkiste geworden.

Bernd kann zumindest schon mal die Arbeiten am Unterwasserschiff abschließen und damit wäre Joline bereit ins Wasser zu kommen.

Am Samstag haben wir nun unseren Sliptermin – genau einen Monat später als ursprünglich geplant…

2 Comments

  • Rebekka Graumann

    Wir bewundern euren Enthusiasmus und euer Können 💚 wir wünschen euch noch viel Freude bei allen euren einzigartigen Erlebnissen und immer einen aufmerksamen Schutzengel an eurer Seite 🍀Liebe Grüße senden euch Dirk und Rebekka

    • Petra Guertler

      Hallo Rebekka, hallo Dirk – danke für euer Mitgefühl. Schutzengel wäre auf jeden Fall besser geewesen als Enthusiasmus. Aber jetzt fehlt nur noch ein Ersatzteil – eine Zylinderkopfdichtung die im Zoll in Guatemala fest hängt. Drückt mal die Daumen, dass die Behörden hier zügig arbeiten, dann kann es endlich los gehen. LG in die Heimat. Petra

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