Karibik – Tagebuch III – Feliz Navidad Y Prospero Ano 2026
Seite 3 – Heilig Abend unterm Katamaran und zwischen den Jahren in Miami…
24.12. – 31.12.2025
Patricia und Toni von der Twende haben zum Weihnachtsfest an Heilig Abend einige Segelfreunde eingeladen.
Um so viele Leute unterzubringen haben sie eine pragmatische Lösung gefunden – wo ist auf einem Katamaran an Land am meisten Platz? Natürlich: Darunter… schützt ausserdem noch vor Regen – der sich auch immer wieder einstellt und mitfeiern möchte.
Jeder bringt etwas zu Essen mit und so gibt es ein buntes Potpourri mit Gerichten inspiriert aus den USA, Australien, Argentinien und Deutschland.
Und wie man das von Feiertagen von zu Hause kennt – es wird natürlich viel zu viel gegessen…
Für den zweiten Weihnachtstag – in Guatemala ist übrigens nur der 25.12. ein Feiertag – haben wir an Bord ein Paellaessen geplant, doch das fällt buchstäblich ins Wasser. Es schüttet die ganze Nacht über und hört auch über Tag – wie eigentlich üblich – nicht auf.
Bernds Zuversicht ist auf dem Tiefpunkt angelangt. Die notwendigen Arbeiten am Bootsrumpf gehen bei Regen nicht voran, da das Material nicht trocknet. Unser Zeitplan verschiebt sich weiter nach hinten… Da verliert selbst Bernd seinen sonst eigentlich unerschütterlichen Optimismus.
Dann am Samstag – strahlend blauer Himmel – als könnte ihn nie ein Wässerchen trüben. Bernd kann endlich ungehindert am Rumpf arbeiten – es geht zügig voran und Bernd schöpft wieder Hoffnung.
Sonntagmorgen ist er schon früh auf den Beinen. Heute beginnt seine Reise nach Miami um die bestellte Elektronikausrüstung dort persönlich abzuholen.
Nach optimaler logistischer Planung soll die Aktion in drei Tagen durchgeführt sein. Am Morgen mit dem Tuc Tuc zum Shuttlebus – der fährt – wie erwartet – pünktlich los Richtung Guatemala – Stadt.
Von dort geht am Abend der Flieger – planmässige Ankunft: Kurz vor Mitternacht. Dann hat Bernd am Montag den ganzen Tag Zeit alles abzuholen und zu besorgen und am Dienstagmorgen geht dann der Flieger zurück… so der Plan.
Die Fahrt mit dem Shuttle verläuft reibungslos und auch der Flughafen wird rechtzeitig erreicht. Dann beginnt die Verzögerung – Flug: Delayed. Über 90 Minuten später beginnt das Boarding und so erreicht Bernd das Hotel in Miami erst gegen 3 Uhr in der Früh… So bleiben nur 4 Stunden Schlaf um am Montag zeitig zu beginnen, denn die Shoppingliste ist lang. Dazu kommt noch, dass in Florida zwischen den Jahren Ausnahmezustand herrscht – es ist allgemeine Urlaubszeit. Einige bestellte Waren zum Liefertermin noch nicht ausgeliefert und ob die Auslieferungsfahrer es bis zum Ladenschluss alle schaffen, bleibt bis zum Schluss spannend. Das letzte Paket erreicht eine halbe Stunde vor Geschäftsschluss sein Ziel und so ist am Ende des Tages alles erledigt – auch Bernd.
Immerhin kann der Besitzer von Maxwireless, der für uns die Amazon Lieferungen entgegen nimmt, sich noch an uns erinnern und läßt Grüße bestellen an Florian und mich. Wir waren ja im März schonmal hier und haben uns dort eine Paketschlacht geliefert für den Einbau der Lithiumbatterien. Offensichtlich haben wir bleibenden Eindruck hinterlassen.
Dienstag in de Frühe geht es dann für Bernd zurück. Diesmal ist der Flieger pünktlich – dafür herrscht in Guatemala am Busterminal für den Shuttlebus Ausnahmezustand. Offensichtlich ist halb Guatemala auf den Beinen: Driving home for New Year….“ Trotz des Trubels geht es aber gut voran und Bernd sitzt wie gebucht in seinem Shuttle zurück zur Ram Marina. Am Abend erreicht er Frontera – Tuc Tucs fahren in der Dunkelheit nicht mehr, muss er leider feststellen und so steht auch noch ein Fussmarsch mit 50 kg Gepäck an…
Zum Silvesterabend laden wir Patricia, Toni, Maria und Charly zum Paellaessen ein.
Dazu fahren wir erst einmal mit dem Dinghy los um uns beim örtlichen Fischmarkt einzudecken mit frischen Meeresfrüchten. Der Fischmarkt ist klein aber wir können Garnelen, Hummer und Tintenfisch frisch kaufen.
Für den Abend baut Bernd die bewährte Paellapfanne auf und so entsteht unter den Augen der Gäste eine reichhaltige Paellapfanne.
Gut zwei Stunden schlagen wir uns die Bäuche voll, dann macht sich allgemeine Müdigkeit breit und die Gäste schaffen es nicht ins Neue Jahr.
Wir sind aber auch schon rechtschaffend müde und so erreichen wir das Neue Jahr schlummernd… nicht mal die Böllerei um Mitternacht reisst mich aus dem Schlaf.
Trotzdem: 2026 – herzlich willkommen – es gibt für dich schon jede Menge Reisepläne…