Karibik – Tagebuch III – Von Höhlen und Höhen
Seite 20 – Tief hinab und hoch hinaus…
30.03. – 02.04.2026
Vor den Toren der Discovery Bay liegt die Green Grotto – ein Höhlensystem welches wir heute besuchen möchten.
Bei unserem ersten Besuch sind wir über die Kaserne der Coast Guard an Land gekommen, besser gesagt wir sind über das Coast Guard Boot geklettert – aber das Coast Guard Boot ist in der Bucht unterwegs und macht Übungsprogramm für Taucher. Ohne das Boot können wir aber mit dem Dinghy am steinigen Steg dort nicht anlegen, dafür ist der Wellengang zu hoch. Also fahren wir die ganze Bucht ab um einen anderen Ausstieg zu finden, aber es gibt keine Möglichkeit – Dinghyanlegestege sind hier auf Jamaika bisher kein Thema.
Also fahren wir zurück zur Joline und hoffen, dass die Tauchergruppe zum Mittagessen wieder zurück in der Kaserne ist. Tatsächlich, nach unserem Mittagessen ist auch das Militärboot wieder am Steg. Also machen wir uns wieder auf um nachzufragen, ob wir dort wieder an Land können. Wie beim letzten Mal ist man dort hilfsbereit und wir können über das Coast Guard Boot an Land klettern und das Dinghy mit dem Heckanker stegnah anbinden.
Mit dem Taxi geht es zur Grotte – wir bekommen eine Führung in einer Kleingruppe durch das weitläufige Höhlensystem, welches auch schon mal als Disko gedient hat. Der Eintrittspreis mit 39,- USD ist happig -die Kreuzfahrer verderben definitiv die Preise – und der 45minütigen Führung nicht angemessen. Die Höhle ist sehr weitlräumig, bietet aber nur begrenzt spannende Einblicke. Immerhin können wir jetzt mitreden.
Nach unserem Tagesausflug machen sich Bernd und David noch auf, Kanister mit Diesel zu holen, es gibt keine funktionierende Tankstelle am Wasser an allen bisher angefahrenen Orten, wo wir mit dem Kat direkt Treibstoff fassen können, also heißt es auf zur Straßentanke. Die Tankstelle in der Marina von Montego Bay ist dem Hurrikan „Melissa“ zum Opfer gefallen. Die Infrastruktur für Segler ist in Jamaika noch recht dürftig, man ist hier mehr auf Kreuzfahrer und Hotelgäste eingestellt.
Dienstagmorgen machen wir uns bei Sonnenaufgang auf zurück nach Montego Bay. Unser nächster Gast – Sabine – kommt heute an Bord.
Am Morgen sammelt Sabine noch ein paar Eindrücke von Montego Bay, sie hat die Stadt ja als einzige noch nicht erkundet und dann setzen wir wieder die Segel und es geht weiter, diesmal Richtung Südküste.
Mit einem Zwischenstopp in Elgin Town erreichen wir die 7 – Miles – Beach in Negril. Der wohl längste und berühmteste Strand in Jamaika.
Berühmtester Anlaufpunkt – Ricks Cafe und die Klippenspringer. Für Zsuzsanna ist es der letzte Tag an Bord und für David stand das Klippenspringen ganz oben auf seiner Wunschliste und so machen wir uns mit dem Taxi auf den Weg.
Aus verschiedenen Höhen kann der Sprung die Steilküste hinab gewagt werden. Für die Besucher bis zu einer Höhe von etwa 12 Meter (Top Cliff) – Einheimische erfahrene Klippenspringer werfen sich auch aus einer Höhe von 25 Metern in die glasklaren Fluten.
Nachdem wir uns alle das Spektakel angesehen haben stürzen sich auch Sabine, Zsuzsanna und David aus unterschiedlichen Höhen die Steilküste hinunter. David wagt sich selbst vom Top Cliff in die Tiefe. Dazu gibt es einen fantastischen Blick aufs Meer bei Musik und Tanz.
Ein gelungener Abschluss für Zsuzsanna und David, die am nächsten Morgen die Heimreise antreten…