Menschen in Guatemala
Zwischen Tradition und Tourismus…
Mai/November/Dezember 2025 und Januar 2026
Knapp drei Monate haben wir in Guatemala verbracht und so viel Zeit die Menschen näher kennen zu lernen. Uns erschien die Mentalität der Menschen als entspannt, herzlich und stark gemeinschaftsorientiert. Mir ist besonders aufgefallen, wie wichtig Familie und Miteinander im Alltag sind.
Guatemalteken begegnen Fremden freundlich, aber zunächst zurückhaltend. Offenheit entsteht nicht sofort, dafür umso ehrlicher, wenn man sich Zeit nimmt. Harmonie und Respekt stehen im Vordergrund.
Auch der Umgang mit Zeit fühlt sich anders an. Termine sind flexibel, Pläne können sich ändern. Diese Gelassenheit wirkt ansteckend und entschleunigend.
Besonders beeindruckt hat mich die tiefe Verwurzelung in Tradition und Spiritualität. Viele Menschen, vor allem aus der Maya-Bevölkerung, leben ihre Kultur mit großem Stolz. Traditionelle Kleidung, Rituale und ein starker Bezug zur Natur prägen das tägliche Leben.
Trotz sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen strahlen viele Menschen eine stille Stärke und Lebensfreude aus. Guatemala hat mir gezeigt, dass Zufriedenheit oft aus Gemeinschaft, Respekt und innerer Ruhe entsteht – nicht aus Besitz.
Kleidung und Tradition
Quinceaneras
Der Übergang vom Mädchen zur Frau wird im Alter von 15 Jahren besonders gefeiert.
Üblich dabei das Fotografiert werden in besonders aufwändiger Robe…
Arbeitsalltag
Vieles wird noch in traditioneller Handarbeit erledigt.
Speis` und Trank
Mobilität
Fakten
Guatemala ist das bevölkerungsreichste Land in Mittelamerika, mit der grössten Volkswirtschaft, aber auch eins der Ärmsten.
Gut 65 % der Bevölkerung leben in Armut. Rund 20 % sind Analphabeten.
Die Einwohner gehört im wesentlichen zwei Bevölkerungsgruppen etwa zur Hälfte an: Der etwas größere Anteil entfällt auf Mestizen – Nachfahren mit gemischten Wurzeln von indigenem Elternteil und Elternteil aus anderen Kontinenten und die etwas kleiner Hälfte sind direkte Nachfahren der Mayas.
Eine weitere kleine Volksgruppe bilden die Garifunda – Nachfahren der karibischen Urbevölkerung den Kariben und den Arawak sowie den entflohenen afrikanischen Sklaven der Karibik – von der Insel St. Vincent. Sie wohnen hauptsächlich an der karibische Seite von Guatemala – vor allem am Rio Dulce in der Stadt Livingston.
Nun heißt es für uns Abschied nehmen und wir blicken gerne zurück. Wir haben uns im Land und unter den Menschen dort sehr wohl gefühlt.