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Cayman Islands

Cayman Islands: Queen Elisabeth II Botanic Park and Blue Iguana Conversation

Blaue Iguanas, Agoutis und jede Menge Orchideen…

24.02.2026

Mitten im tropischen Herzen von Grand Cayman liegt der Queen Elizabeth II Botanic Park, ein 65 Hektar großer Garten- und Naturraum. Eröffnet wurde der Park 1994 von Queen Elizabeth II selbst und ist heute ein wunderbarer Ort, um die einzigartige Flora und Fauna der Inseln kennenzulernen.

Für mich eine hervorragende Gelegenheit meine neue Leica – Kamera in meinem neuen Huawei – Handy auszuprobieren und detaillierte Aufnahmen von Flora und Fauna zu machen. Es gab viel Interessantes mit der Linse einzufangen.

Queen Garden 3
Eingangsbereich
Queen Garden 1
Im Herzen des Parks liegt ein ruhiger See, umgeben von üppiger tropischer Vegetation.
Queen Garden 2
Die Spiegelungen der Pflanzen auf dem Wasser schaffen eine besonders friedliche Atmosphäre

Tilandsien – Luftpflanzen

🌿 Was sind Tillandsien?

Tillandsien gehören zur Familie der Bromelien und wachsen – anders als viele andere Pflanzen – ohne Erde. Sie haften an Bäumen, Felsen oder sogar an Stromleitungen.

02 Tilandsien
Tilandsien ziehen ihre Nährstoffe und Feuchtigkeit direkt aus der Luft.
01 Tilandsien Riesen Wildananas
Riesen – Wildananas

Terristische Bromelien

Bromelien
Terrestrischen Bromelien (Erdgewächse) sind stille Stars tropischer Landschaften: robust, farbenprächtig und überraschend vielseitig. Ihr bekanntester Vertreter: Die Ananas
Palmen und Bromelien
Bromelien und Palmgewächse

Ingwergewächse – mehr als nur ein Küchengewürz

Roter Ingwer
Roter Ingwer
Jungle King Ingwer
Alpinia purpurata – Jungle King Ginger „Roter Ingwer“
Kostwurz
Kostwurz “ Spiralingwer“
Muschelingwer
Muschelingwer

Palo Santo

Baum
Palo Santo Baum – sein Holz wird häufig für spirituelle Rituale benutzt wegen seinen süßlich, holzigen Duft mit Nuancehn von Minze und Zitrone.

Baum-Philodendron als Aufsitzerpflanze

Viele Philodendron beginnen ihr Leben am Boden. Sobald sie einen Baumstamm erreichen, klettern sie mithilfe von Luftwurzeln nach oben.

Baum Philodendron
Aufsitzerpflanzen wachsen auf anderen Pflanzen – meist auf Bäumen – ohne ihnen Nährstoffe zu entziehen. Sie nutzen den Stamm lediglich als Halt, um näher ans Licht zu gelangen.

Pandamus

Bluehernder Pandamus
Blühender Pandamus, ein strauchartiger Kletterer der zu den Schraubenbaumgewächsen zählt. Obwohl es wie eine Blüte aussieht handelt es sich nur um schützende Blätter die die eigentliche innenliegende Blüte schützt. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Seine Blätter werden traditionell zum Flechten von Matten, Körben oder Dächern genutzt.

Die hängende Hummerschere – Lieblingspflanze der Kolibris

Haengende Hummerschere
Heliconia Rostrata „Hängende Hummerschere“. Die Hummerschere ist eng mit Bananenpflanzen verwandt. Die geschwungene Form der Blüten ist kein Zufall: Sie ist perfekt an Kolibris angepasst.

Orchid Boardwalk – Ein Weg zwischen Wurzeln und Blüten

Bernd im Botanic Park
Über einen aufgeständerten Weg geht es durch die dichte Vegetation.

Der Orchid Walk führt durch leicht schattige Waldabschnitte, in denen Orchideen natürlich integriert sind – teils am Boden wachsend, teils als Aufsitzerpflanzen an Baumstämmen.

Anders als in Gewächshäusern wirken sie hier nicht inszeniert, sondern wie Teil eines lebendigen Ökosystems.

Holzstege und naturbelassene Wege schaffen Nähe, ohne die Pflanzen zu stören. Man schaut automatisch genauer hin – und entdeckt plötzlich Blüten, die man fast übersehen hätte.

Wild Banana Orchid
Wild Banana Orchidee – im Februar noch nicht in Blühte.
Orchidee Spotted Charm
Orchidee Spotted Charm
Cattleya Orchidee
Catteya – Orchidee
Oncidium Sharry Baby Orchidee
Oncidium Sharry Baby Orchidee

Schmetterlingsorchideen

Manchmal braucht es keinen spektakulären Wasserfall oder Sonnenuntergang, um auf Reisen innezuhalten. Manchmal reicht eine einzelne Blüte. Zart, perfekt geformt, fast schwerelos – als würde sie jeden Moment abheben.

Die Rede ist von den Schmetterlingsorchideen – Inbegriff tropischer Eleganz.

01 Orchidee Schmetterlingsorchidee
Botanisch gehören sie zur Gattung Phalaenopsis, deren Name sich aus dem Griechischen ableitet und „nachtfalterähnlich“ bedeutet.
02 Orchidee Schmetterlingsorchidee
Schmetterlingsorchideen sind keine Parasiten. Sie nutzen Bäume lediglich als Halt.
Schmetterlingsorchidee
Durch Züchtungen existieren heute unzählige Farbvarianten – von gepunktet bis gestreift.
03 Orchidee Schmetterlingsorchidee
Schmetterlingsorchideen zählen weltweit zu den beliebtesten Orchideenarten – sowohl in freier Natur als auch als Zimmerpflanze.
04 Orchidee Schmetterlingsorchidee
Breite, sanft gerundete Blütenblätter breiten sich symmetrisch aus, während die mittlere Lippe – das sogenannte Labellum – oft farblich hervorgehoben ist. Sie dient als Landeplatz für Bestäuber.

Angegliedert an den Park befindet sich die:

Blue Iguana Conservation – was steckt dahinter?

Die Blue Iguana Conservation ist ein Artenschutzprogramm auf den Cayman Islands, das sich dem Erhalt der seltenen Grand‑Cayman‑Blauleguane widmet – einer einzigartigen Echsenart, die früher fast ausgestorben wäre. Er ist das Nationaltier der Insel.

Diese Tiere kommen nur auf Grand Cayman vor und sind heute ein Symbol für erfolgreiche Naturschutzarbeit in der Karibik

In den 1990er Jahren sank die Population auf deutlich unter 30 Tiere durch Verlust von Lebensraum, Verkehr, invasive Arten und andere Gefahren.

Nachdem das ursprüngliche Ziel (1.000 Tiere in freier Wildbahn) erreicht wurde, wurde es 2019 zum Blue Iguana Conservation Programme weiterentwickelt, um langfristig stabile Populationen sicherzustellen

04 Blauer Iguana
Der Blaue Leguan erreicht bei ausgewachsenen Männchen eine Länge von bis zu 1,8 Metern und kann 15 Kilogramm oder mehr wiegen.
01 Blauer Iguana
Weibliche Tiere sind eher graubraun, was ihnen in der Vegetation bessere Tarnung verschafft.
02 Blauer Iguana
Seine leuchtend blaue Färbung ist besonders bei den Männchen während der Balzzeit zu sehen.
03 Blauer Iguana
Seine kräftigen Klauen und der stämmige Schwanz machen ihn zu einem ausgezeichneten Kletterer und Kämpfer, wenn es um Reviere oder Nahrung geht.

Neben den Iguanas sind wir im Park noch einem anderen Waldbewohner der Inseln begegnet:

Agouti – Flinker Nager und Ökosystemheld der Tropen

Wer durch tropische Wälder oder karibische Inseln streift, entdeckt ihn nur selten – und doch ist er überall präsent: der Agouti. Auf den ersten Blick ein unscheinbares Nagetier, entpuppt sich der Agouti bei näherer Betrachtung als faszinierender Akteur im tropischen Ökosystem.

Agouti Nahaufnahme
Agouti vergraben ihre Nahrung, vor allem Nüsse, die sie nicht sofort fressen – dadurch tragen sie zur Samenverbreitung und Waldverjüngung bei.
Agouti 2
Agoutis markieren ihr Revier mit Duftdrüsen am Kopf und Kinn, um Rivalen fernzuhalten.
Agouti 3
Der Agouti ist ein meisterhafter Überlebenskünstler. Mit 40–60 cm Körperlänge, einem kleinen Schwanz und rötlich-braunem Fell ist er bestens getarnt.

Agoutis wurden im frühen 20. Jahrhundert auf Grand Cayman eingeführt und haben sich gut etabliert. Beheimat sind sie eigentlich in Mittelamerika.

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