Karibik – Tagebuch – III – Die Kunst der Natur nahe zu kommen
Seite 13 – Unterwegs an der Küste von Grand Cayman…
02.03. – 07.03.2026
Mit unserer Bordapotheke und gezielten Übungen kommt Bernd nach seinem Hexenschuss vom Samstag langsam wieder auf die Beine. So verbringen wir die nächsten Tage an Bord, damit Bernd seinen Rücken gut auskurieren kann.
Am Donnerstag fühlt er sich wieder fit für neue Taten. Wir machen uns mit unseren E-Rollern wieder auf Richtung Land, diesmal ausgerüstet mit einem Seil um die Scooter per Flaschenzugtechnik rückenschonend an Land zu hieven. Das klappt gut – in Zukunft will Bernd mehr auf seinen Rücken achten – seniorengerechter…))).
Wir erkunden George Town noch ein wenig in Richtung Süden, gönnen uns nochmal einen Eisbecher und ein frisch gezapftes Bier. Dann stöbert Bernd noch ein wenig im Marinashop immer auf der Suche nach Hilfreichem fürs Boot, aber es ist immer schwierig vor Ort etwas Passendes zu bekommen. Besser funktioniert es übers Internet zu bestellen und durch Gäste aus Deutschland mitbringen zu lassen. Zum Glück sind die nächsten Besucher nicht mehr fern.
Dann decken wir uns final noch mit frischen Lebensmitteln ein und sind nun bereit die Insel zu umsegeln zur anderen Seite – am Rum Point soll es beste Schnorchelgründe am Barrier Reef geben und eine Bucht mit biofluerezierenden Mikroorganismen. Das wollen wir als nächstes Erkunden.
Am Freitag machen wir uns auf zur Nordküste von Grand Cayman. Die Hafenkontrolle gibt grünes Licht und wir setzen Segel zur Starfish Beach – hier ist ankern erlaubt.
Vor der Starfish Beach herrscht reges Treiben. Eigentlich ein wirklich idyllisches Fleckchen Erde – aber zu Land und zu Wasser erreichbar und so ist hier ein immens hohes Besucheraufkommen.
Wir unternehmen eine erste Expedition mit dem Dinghy und ich stecke schnorchelnd meinen Kopf unter Wasser. Der sandige Boden ist aber von den vielen Booten aufgewühlt und so ist das Wasser voller Schwebstoffe und wenig zu sehen. Wir werden Morgen in aller Frühe wiederkommen, wenn das Wasser noch klar ist. Ansonsten macht der Strand seinem Namen alle Ehre – Starfishs – liegen im flachen Wasser und werden von den Gästen bestaunt und fotografiert und müssen auch immer wieder für ein Selfie herhalten. Also wenn ich Seestern wäre hätte ich mich hier schon lange verkrümmelt…
Wir machen einen Spaziergang über die Insel und erkunden die Möglichkeiten für unsere Scooter. An Land trifft man vor allem Hühnerfamilien, die im Moment alle kleine Kücken bei sich haben. Das kennen wir schon aus Florida – allerdings sind die frei lebenden Federtiere hier keine Abkommen von Kampfhähnen wie in Florida, sondern Haustiere, die während Hurrikans oder Tropenstürmen, die etwa alle 2 -3 Jahre die Caymans trefffen, aus verwüsteten Ställen entkommen sind und nun ein Leben in Freiheit genießen.
Ein anderer häufiger Einwohner sind kleine Eidechsen mit Ringelschwänzchen. Sie sind hier in großer Zahl heimisch und einfach zu putzig – wo ich doch so auf Echsen aller Art stehe.
Anschließend erkunden wir den Inselabschnitt noch vom Wasser aus. Einige Strandvillen haben sich eingezäunt niedergelassen und wir können sie nur vom Dinghy aus bewundern. Es gibt eine Marina am angrenzenden Kabo – Beach mit Liegestühlen und einer Strandbar und einem komfortablen Dinghysteg.
Das sieht hier alles gut für uns aus. Ein guter Ausgangspunkt um einige Highlights der Insel erkunden und so planen wir für die nächste Woche hier unseren Standort aufzuschlagen.