Karibiktagebuch III 25 Panama
Tagebuch Karibik III,  Panama

Karibik – Tagebuch III – Oh, wie schön ist Panama

Seite 25 – Erste Tage in Panama…

21.04. – 25.04.2026

Unseren ersten Landfall in Panama haben wir in Portobelo. Hier sollte nach unseren Informationen das Einklarieren erfolgen.

Für uns ist der zweite Besuch in Panama – wir waren schon einmal mit der „Aida“ einen Tag im Industriehafen von Colon und das war so wenig ansprechend, dass wir nicht mal das Schiff verlassen haben.

Um so erstaunter stellen wir schon bei der Einfahrt fest – wie schön Panama ist. Sanfte Hügel, üppig bewachsen, überall kleine Sandstrände und kleine Inseln im klaren Wasser. Es ist flach in der Bucht von Portobelo und es ankern nur wenige Schiffe.

Baumwolle
Erster Landfall in Panama.

An der Pizzeria „Casa Vela“ können wir mit dem Dinghy anlegen und werden vom italienischstämmigen Besitzer gleich wortreich begrüßt. Von hier erkunden wir den kleinen Ort und laufen zur Einwanderungsbehörde. Hier erfahren wir, dass wir zum Einklarieren zur Marina in Linton müssen – aber wir haben die Erlaubnis uns in Portobelo frei zu bewegen. Naja, es gibt nur ein paar Straßen, ein kleines offenes Museum, mehrere Restaurants, Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte. So können wir ein bisschen einkaufen und dann in der Pizzeria echte italienische Pizza essen – und das mitten in Panama. Auf dem Rückweg fahren wir an die gegenüberliegende Uferseite wo wir die Überreste eines Forts aus dem 18. Jahrhundert erkunden können und auf dem höhergelegenen Abschnitt einen schönen Überblick über die Bucht haben.

Fort Portobelo mit Blick auf die Bucht
Blick vom Fort in Portobelo auf die Bucht und unsere Joline.

Zuerst planen wir die Nacht in Portobelo zu verbringen, doch dann entschließen wir uns dazu, doch noch in der Nacht weiter zu fahren nach Linton Bay was wir kurz vor Mitternacht erreichen. Die Bucht ist als Einklarierungshafen auch deutlich belebter.

Die kleine Marina hat eine ganz ordentliche Infrastruktur – wir können problemlos einklarieren und erhalten ein Cruising Permit für die Dauer eines Jahres. Es gibt ein kleines Freiluftcafe und einen Einkaufsladen in einem Container, der erstaunlich gut sortiert ist.

Steg Marina Linton Bay
Dinghysteg in der Linton Bay Marina.

Mit unseren Gästen erkunden wir die Gegend, es gibt einen kleinen Flusslauf durch die Mangroven, den wir mit dem Dinghy befahren können. Auf der anderen Seite befindet sich ebenfalls eine kleine Marina. Hier treffen wir auf Susanne, die seit 20 Jahren mit ihrem Boot dort stationiert ist und uns einige Tipps zu Panama und den San Blas Inseln gibt. Das Wasser ist hier an einigen Stellen recht flach, es gibt immer wieder Korallenköpfe die unter der Wasseroberfläche lauern. Aber mit der bewährten Taktik – schauen wie es die Einheimischen machen – kommen wir mit einem Rundkurs sicher zurück zum unserem Boot.

Flusslauf Mangroven
Ein enger Kanal führt durch die Mangroven – genau das Richtige für eine Dinghytour.

Die Abenddämmerung hat noch ein Highlight für uns parat – einige Delfine sind in der Bucht angekommen und so können wir sie eine zeitlang beobachten. Carsten hat sie vom Wasser aus entdeckt – können wir das schon als Schwimmen mit Delfinen auf der Buketliste abhaken?

Am nächsten Morgen starten wir zu einer kleinen Tour – vorbei an einer ungewöhnlichen Ferienwohnung mitten im Meer, die nur per Hubschrauber erreicht werden kann – zur Isla Grande. Hier tobt das Strandleben. Wir ankern vor der Insel und können so den Strand schwimmend erreichen – ein nicht ungefährliches Unterfangen, da die einheimischen Lanchas an uns vorbeiknallen, teilweise mit Bananen oder Tubs hinter sich her ziehend.

Ferienhaus im Meer
Ferienhaus mitten auf dem Meer mit 80 qm Wohnfläche und Hubschrauberlandeplatz…

Am Strand gibt es kleine Mahlzeiten, kalte Getränke und die Möglichkeit zu einer Massage, die ich gerne in Anspruch nehme.

Während die Strandbewohner gegen Abend die Insel verlassen und die Anwohner sich in ihre Holzhütten zurück ziehen verbringen wir dort ankernd eine ruhige Nacht.

Isla Grande 1
Badetag am Strand von Isla Grande.

Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass es ganz ruhig ist am Strand und sich auch nicht belebt. Also forschen wir nach und stellen fest, dass gestern der Día del Idioma bzw. Tag der Sprache begangen wurde – ein kultureller Gedenktag in Panama. Offensichtlich für viele auch arbeitsfrei.

Warum am 23. April?

Der 23. April steht international im Zeichen von Literatur, weil er mit Miguel de Cervantes und William Shakespeare verbunden ist. Daher ist es auch der UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts. – Reisen bildet…))) – Dann wäre das auch geklärt.

Da heute keine Boote und Jetskis durchs Wasser knallen ist der Meeresboden nicht mehr aufgewühlt und das Wasser klar. Ausserdem ist das Schwimmen und Schnorcheln jetzt risikofrei möglich.

Carsten und Miriam gehen von Bord 2
Carsten und Miriam machen sich auf den Weg nach Panama – City.

Ein kleines Riff ist der Insel vorgelagert und das Schnorcheln lohnt sich durchaus. Es gibt Weichkorallen und eine größere Kolonie von Fingerkorallen.

Am Nachmittag geht es zurück in die Linton Bay da für Carsten und Miriam am Samstag ihre Reise mit uns zu Ende geht. Eine gute Busverbindung bringt sie von dort über einen Umstieg in Colon nach Panama City.

Und wir sind wieder allein, allein…

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