Semuc Champey 1
Guatemala

Semuc Champey – Naturwunder im guatemaltekischen Dschungel

05. – 10.12.2025

Vom Atitlan – See führt uns der Weg tief in den Dschungel. Schon die Anreise mit dem Shuttlebus, die über 10 Stunden dauert – ist ein Abenteuer. Über holperige unbefestigte Strassen, enge Brücken und endlos scheinenden Serpentinen geht es oft nur im Schritttempo durch das Hochland von Guatemala, vorbei an Dörfern, Steinbrüchen und durch überbordende üppige Vegetation.

Quer durchs Hochland von Guatemala

Semuc Champey 4
Auf den gut ausgebauten asphaltierten Strassen am Anfang der Reise geht es erst einmal verhältnismässig zügig voran, wenn da nicht die Serpentinen und starken Gefälle wären.
Semuc Champey 3
Streckenweise fahren wir auf unbefestigten Lehmboden und über Steinwege, da geht es manchmal nur im Schritttempo weiter.

Während der Fahrt bekommen wir einen intensiven Einblick in das Land und können am eigenen Leib erleben, wie beschwerlich ein Weg über unbefestigtes Gelände sein kann.

Semuc Champey 5
Wir passieren auf unserem Weg einen Steinbruch.
Semuc Champey 6
Flussüberquerung – auf der schmalen Brücke ist der Verkehr nur in eine Richtung möglich.

Am Abend erreichen wir den Shuttlesammelplatz von Lanquin, dort holt uns ein Allradleiterwagen ab und bringt uns tiefer in den Dschungel zur Lodgia Greengos. In stockfinsterer Nacht rappelt der Leiterwagen dem Ziel entgegen und die halbstündige Fahrt fühlt sich endlos an.

Die asphaltierte Strasse, erklärt uns der Fahrer am Ende stolz, ist erst seit einem halben Jahr fertig gestellt, vorher ging die Fahrt über unbefestigtes Gelände und dauerte über 1,5 Stunden….

Am Ende der langen Reise werden wir für unsere Strapazen belohnt – wir landen in einem Paradies mitten im Grünen.

Wohnen im Dschungel

Semuc Champey N 5
Das Greengos – es gibt Schlafsäle für die Backpacker und Doppelbetthäuser für die Reisenden, die Komfort suchen.
Badezimmer mit Gruenbepflanzung im Greengos
Unser Badezimmer an unserem Häuschen im Grünen – mit Echtbepflanzung.
Semuc Champey N 6
Weit ab von der Zivilisation gibt es im Greengos direkt auch Verpflegung. Bernd der Tierflüsterer konnte auch gleich wieder Kontakte zur einheimischen Tierwelt schließen.

Vom Greengos ist es nur ein kleiner Fussweg zum Nationalpark Semuc Champey.

Semuc Champey

Semuc Champey 2
Seit 2005 ist Semuc Champey ein geschütztes Naturdenkmal.

Das Herzstück von Semuc Champey sind die türkisfarbenen Kalksteinbecken, die sich wie natürliche Terrassen aneinanderreihen. Das Wasser ist kristallklar und schimmert je nach Lichteinfall in verschiedenen Blau- und Grüntönen. Unter den Füßen verschwindet der mächtige Río Cahabón einfach – er verschwindet in einer Höhle, um einige hundert Meter später wieder aufzutauchen. „Wo der Fluss unter den Steinen verschwindet“ – genau das bedeutet Semuc Champey in der Sprache der Maya, und selten hat ein Name so gut gepasst.

Semuc Champey N 3
Der Rio Cahabon sucht sich seinen Weg durch das Gestein – mal überirdisch, mal unterirdisch.
Semuc Champey a 3
Semuc Champey – Naturwunder im guatemaltekischen Dschungel 22

Der Weg zum Mirador, dem Aussichtspunkt oberhalb der Pools, ist schweißtreibend, aber jede Stufe lohnt sich. Von oben eröffnet sich ein Panorama, das man nicht vergisst: das leuchtende Blau der Becken im Kontrast zum satten Grün des Dschungels – fast surreal.

Semuc Champey N 1
Blick vom Mirador auf die Kalksteinbecken.
Video: Blick von der Aussichtsplattform auf die Kalksteinstufen von Semuc Champey
Semuc Champey NL 2
In den Kalksteinbecken wartet die wohlverdiente Abkühlung. Barfuß von Pool zu Pool, das Wasser klar und überraschend frisch, während über einem die Geräusche des Dschungels liegen. Am Wochenenden für die Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel.
Semuc Champey N 2
Abseits von Mirador und Schwimmpoolbecken gibt es viel unberührte Natur.
Semuc Champey N 4
Kleine Wasserfälle längs des Flusslaufes.
Semuc Champey NL 1
Semuc Champey – Naturwunder im guatemaltekischen Dschungel 23

Wer noch mehr Abenteuer sucht, steigt hinab in die K’anba-Höhlen. Nur mit Kerzenlicht ausgestattet kann man sie kletternd und durch unterirdische Flüsse watend erkunden. Oder man lässt sich beim Tubing entspannt den Cahabón hinuntertreiben.

Wir bleiben drei Tage im Greengos und lassen die Natur auf uns wirken.

Lanquín, Guatemala – Das Tor zu Semuc Champey

Weitere zwei Tage verbringen wir in Lanquin und nutzen dort den Fluss mit einem Guide für ein fünf Kilometer langes Tubing auf dem Fluss Lanquin, der dort entspringt.

Lanquin 1
Unser Hotel in Lanquin – es gibt Hotelzimmer und Zelte zum Glamping.

Direkt gegenüber liegt der Einstieg für das Tubing auf dem Rio Lanquin.

Lanquin 2
Offene Hotelküche, zwischen High Tech und Tradition – das Essen ist hervorragend – besonders die langsam geschmorrten Rippchen waren sensationell.

Weiterfahrt zum Rio Dulce

Einen Shuttle von Lanquin zum Rio Dulce zu finden war gar nicht so einfach. Nachdem wir von einem Allradtaxi abgeholt wurden und auf unserem Weg den Bereich der asphaltierten Strassen verlassen hatten, konnten wir auch nachvollziehen warum.

Fahrt Rio Dulce 3
Ein Teil des Weges geht durch das Hochland auf unbefestigten Wegen – eine Herausforderung für den Fahrer, das Auto und auch die Beifahrer.
Fahrt Rio Dulce 2
In den Ansiedlungen längs des Weges ist das Hauptfortbewegungsmittel das Tuc Tuc.
Fahrt zum Rio Dulce
Blick auf einfache Behausungen und eine Straßenküche längs des Weges zum Rio Dulce.

Die Schönheit der Natur und die stylischen touristischen Einrichtungen sollten nicht vergessen lassen, dass die Bevölkerung überwiegend ist sehr einfachen Verhältnissen lebt. Auch das ist ein Bild Guatemalas.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert