Karibik – Tagebuch – Freitag der 13. zwischen Hölle und Alkohol
Seite 15 – Grand Cayman zwischen Nordküste und George Town…
09.03. – 13.03.2026
Nachdem wir gestern eine intensive Dinghytour absolviert haben, wollen wir heute das Gebiet per Land mit unseren E – Rollern erkunden. Ein komfortabler Dinghysteg steht uns in der gegenüberliegenden Marina Kabo zur Verfügung. Dort können wir unser Dinghy – nach freundlicher Nachfrage – während unserer Tour lassen.
Wir rollern Richtung „Rum Point“, durchfahren schicke Villengegenden, ein Anwesen schöner angelegt als das andere. Hier haben alle Häuser einen Namen und grenzen an die Beach an. So mondän wie die Caymans war bisher keine Insel in der Karibik. Allerdings kosten die Häuser hier zwischen 3 – 30 Millionen USD lese ich. Gut betucht reicht da wohl nicht um sich hier anzusiedeln. Schade eigentlich, es gibt noch ein paar freie Grundstücke mit Wasserlage…
An der Rum Point Beach versuche ich schnorchelnd das Riff zu erreichen, doch von Land ist der Weg zu weit, zumal auch eine leichte Strömung dagegen arbeitet. Ich breche den Versuch daher ab, es wird andere Schnorchelgründe geben.
Final gönnen wir uns noch ein gezapftes Bier in der Strandlokation und genießen in Ruhe den Blick auf das Wasser.
Ein Highligt vor Ort steht noch aus – die Bucht mit dem biolumineszierenden Plankton. So machen wir uns am nächsten Abend kurz vor Sonnenuntergang auf um noch im Hellen die Bucht zu erreichen. Diese liegt umgeben von schicken Millionenvillen in einem kleinen Meeresarm. Wir haben dieses Meeresleuchten schon ein paarmal an anderer Stelle gesehen, aber hier leuchtet das Wasser, oder besser gesagt die Mikroorganismen blau statt grün und mit der neuen Kamera kann ich das Leuchten tatsächlich einfangen.
Ein Blick auf das aufleuchtende Wasser – ein Schutzmechanismus des Plankton – ist immer wieder magisch.
Eine Menge Ausflugsboote sind unterwegs um das Phänomen zu bestaunen und ein Bad im leuchtenden Wasser zu unternehmen.
Als wir zum Kat zurückfahren ist es mittlerweile rabenschwarze Nacht. Auf halber Strecke werden wir plötzlich von der Küstenwache aufgebracht, die uns mit Blaulicht verfolgt. Als sie uns erreichen gehen sie mit unserem Dinghy längsseits und es stellt sich heraus, dass sie nur schauen wollten, ob wir Hilfe benötigen. Nachdem wir glaubhaft versichern, dass bei uns alles in Ordnung ist und wir wissen, was wir tun, präsentiert uns der Guardian noch sein Repertoire an Deutschkenntnissen bevor er uns mit einem freundlichen „Wiedersehen“ weiterfahren lässt.
Am nächsten Tag beschließen wir, dass es Zeit wird sich langsam wieder zurück Richtung George Town zu bewegen wo wir auschecken werden. Aber erst einmal machen wir noch einen Stopp an der West Bay vor dem berühmtesten Strand der Cayman Islands, der Seven-Miles-Beach.
Von hier starten wir unsere nächste Rollertour und fahren die Highlights an, die hier noch als Sightseeing – Tour den Touristen und Kreuzfahrern empfohlen werden.
Erster Stopp in der Hölle „The Hell“ beweist, das man nur kreativ genug sein muss um Touristen anzulocken, zumindest auf einer so kleinen begrenzten Insel. Weiter geht es zum Lighthouse… mega unspanned und dann zur Rumdestillerie der Insel „Tortuga“. Wir kommen parallel mit einem Reisebus an und müssen erst einmal warten, bis wieder Platz ist in dem kleinen Show- und Verkaufsraum.
Es gibt Coconut – Rum und Rum-Cake zum Probieren und das ist unerwartet lecker – wir ziehen in Erwägung uns einen Rumvorrat anzulegen bevor wir die Caymans wieder verlassen…
Schließlich liegt noch das Cayman Turtle Center auf unserem Weg, auch hier branden die Kreuzfahrttouristen. Da wir Schildkröten schon mehrfach in freier Natur unter Wasser beobachten konnten, verzichten wir auf den kostspieligen Besuch unter hunderten Touristen.
Da nun alle Sehenswürdigkeiten der Tour abgearbeitet sind, beschließen wir bis zur Camana Bay zu rollern und uns dort in diesem schicken Ambiente ein Lunchmenue zu gönnen. Nach einem Gourmetmittagessen studieren wir noch die Speisekarten der vielen stylischen Lokation und nehmen uns vor in der letzten Woche hier noch ein paar lukullische Highlights mitzunehmen. Als erstes reservieren wir mal für Samstagabend einen Tisch für eine BBQ.
So zieht der Tag ins Land und wir erreichen erst am Abend wieder unser Boot. Wir bleiben noch eine weitere Nacht vor der ruhigen West Bay dann ziehen wir wieder weiter – zurück vor George Town, der geplant letzte Anker Stopp bevor wir das Land verlassen.