Karibik – Tagebuch III – Blue Mountains – eine Fahrt ins Blaue Wunder
Seite 24 – Letzte Tage in Jamaika…
14.04. – 15.04.2026
Am Dienstagmorgen machen wir uns auf für unsere Tour in die Blue Mountains.
„Wohin des Weges“ fragt uns Peter, der Marina Manager des Royal Jamaican Yacht Club. „Wir wollen mit dem Auto in die Blue Mountains“, teilen wir ihm motiviert mit und er entlässt und mit den Wort: “ Da braucht ihr aber eine gutes Fahrzeug…“
Da sind wir zuversichtlich – wir haben immerhin ein Allrad – Fahrzeug gebucht, das wir am nahe gelegenen Flughafen abholen können. Das klappt auch so weit alles ganz problemlos und gegen 10:30 Uhr sind wir startklar für unsere Erkundungstour in die Gebirgswelt von Jamaika.
Der Plan ist ein Rundkurs mit Stopps an zwei Kaffeeplantagen wo der berühmte und weltbeste Blue Mountain Kaffee angebaut werden soll. Die Strecke führt über Serpentinen die Berge hinauf und hinunter und die Beschaffenheit der Straße läßt die Fahrt zum echten Off-Road Trip werden.
An der ersten Kaffeeplantage machen wir nur einen kurzen Stopp, denn es steht noch eine weitere Plantage auf unserer Liste, deren Besichtigung umfangreicher sein soll. Aber bevor sie diese erreichen ist unsere Fahrt schon zu Ende. Ein Erdrutsch hat die Straße blockiert, hier kommen wir nicht durch.
Also drehen wir um und stärken uns erst einmal im Blue Cafe bei einer Tasse echten Blue Mountain Kaffee und für jeden ein Stück Kuchen, der wirklich himmlisch ist.
So gestärkt machen wir uns nun auf die Umgehungsstraße zur Kaffeeplantage und wenn wir gedacht haben, die Straße ist schlecht, werden wir hier eines noch besseren belehrt. Die Fahrt wird immer kniffliger und abenteuerlicher, die meiste Zeit ist der Weg bestenfalls eine Naturdecke. Offensichtlich hat es hier in den Bergen geregnet und die Hänge und Wege in Bewegung gebracht. Als wir schon aufgeben wollen treffen wir auf zwei Straßenarbeiter, die mit einem Bagger die Wegstrecke bearbeiten. “ Hier könnt ihr prima weiterfahren“ befindet einer, „wir haben die Straße gerade neu gemacht…“ der andere fährt den Bagger an die Seite, damit wir passieren können. Dann rappeln und rumpeln wir auf der „neu“ gemachten Decke weiter. Gut ist relativ stellen wir schnell fest, aber es geht. Jetzt ist auch unser Ehrgeiz geweckt – wir wollen die andere Plantage auf jeden Fall erreichen.
Am Ende sind unsere Bemühungen auch von Erfolg gekrönt – na ja fast – wir erreichen zwar die Kaffeeplantage unserer Wünsche, diese ist aber geschlossen…
Gut dass sich Carsten im Blue Cafe schonmal mit dem weltbesten Blue Mountain Cafe eingedeckt hat.
Wir machen uns wieder auf den Rückweg und jetzt erscheinen uns die Straßenbedingungen gar nicht mehr so schlimm…. der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Zumindest können wir alle nach dem anstrengenden Tagesausflug gut schlafen.
Am nächsten Tag machen Miriam und Carsten noch einen Ausflug mit den Öffis zu einem nahegelegenen Strand und wir treffen die letzten Vorbereitungen für die Überfahrt nach Panama.
Am Abend gibt es wieder eine Stelldichein bei der Einwanderungsbehörde und dann sind wir ausklariert und abfahrbereit – am nächsten Morgen wollen wir aufbrechen um das Karibische Meer zum fünften und letzten mal zu durchkreuzen auf dem Weg nach Panama…