Unsere Reise

Segelrevier Guadeloupe – ein Erfahrungsbericht

05. – 22.02.2024

Guadeluope – der französische Schmetterling…

Guadeloupe ist französisches Überseegebiet gehört jedoch nicht zur Zollunion. Zahlung erfolgt mit dem Euro, es gilt das europäische Handy- und Internetnetz. Ein- und Ausklarieren erfolgt auf Formularen per Computer in Französisch und Englisch. Die Computer befinden sich in den verschiedenen Orten im Customerservice. Für den Ausdruck des Formulares wird eine Gebühr in Höhe von 4,- bis 5,- Euro fällig. Das ankern war in allen Buchten kostenfrei, es gibt keine Bootboys. Proviantierung ist sehr gut, da in den Supermärkten das Angebot dem europäischen vergleichbar ist, auch preislich. Es gibt in den Orten viele gute Restaurants, die Preise sind allerdings hoch.

Es gibt eine ganze Reihe von Ankerbuchten und einige Inseln in kurzen Distanzen – wir haben folgende Destinationen besucht:

Les Saintes

Auf der vorgelagerten Inselgruppe Les Saintes können wir einklarieren – die Inseln werden vor allem touristisch genutzt, auch von Wochenendausflüglern vom der Hauptinsel Guadeloupe.

Inselgruppe Les Saintes – nur zwei Inseln sind bewohnt.
Es gibt mehrere Ankerbuchten so ist für alle Boote ausreichend Platz.
Es gibt lange weisse Sandstrände und tolle Möglichkeiten zum Schnorcheln mit einer interessanten Unterwasserwelt.
Einkaufsstraße von Terre-de-Haut
Phantasievolle Restaurants laden zum Verweilen ein. Montags ist aber einiges geschlossen…

Point-a-Pitre

In der Hauptstadt Point-a-Pitre liegen liegen wir direkt in der Stadt und am Wasserweg zum Industriehafen und Kreuzfahrtterminal.

So liegen wir sozusagen in der ersten Reihe und können den täglichen Wechsel der Kreuzfahrtschiffe beobachten und Tanker und Containerschiffe vorbeifahren sehen. Trotzdem liegen wir ausserhalb des Fahrwassers sehr sicher und ruhig. An Land sind es mit dem Dinghi wenige Minuten.

Nach ein paar Tagen verlassen uns unser Mitsegler Anja und Norbert und wir sind wieder zu Zweit an Bord.

Aida versus Virgin – ein echter Größenunterschied…
Das hochmoderne Museum als Mahnmal für die Abschaffung der Sklaverei an der Promenade von
Point-a-Pitre wo früher eine Zuckerrohrfabrik stand.

Rund 11 Millionen Schwarzafrikaner wurden als Sklaven zwischen 1519 und 1867 nach Amerika und in die Karibik verschleppt und der Grossteil der Bevölkerung der Kleinen Antillen sind die Nachfahren dieser Sklaven.

Das Museum zeigt die verschiedenen Aspekte der transatlantischen Sklaverei – erinnert aber auch daran, dass die Geschichte der Sklaverei schon viel früher begann – meist Andersgläubige oder Kriegsgefangene – führte nicht schon Moses die Juden aus der Sklaverei in Ägypten? – und dass es auch heute noch Menschen in aller Welt gibt, die in Sklaverei leben…

Riviere Salee

Rivière Salée ist eine Meerenge im französischen Überseegebiet Guadeloupe. Auf 4,5 km Länge trennt sie die beiden Hauptinseln des Archipels, Basse-Terre im Westen und Grande-Terre im Osten.

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Riviere Salee mit unserem Dinghi zu durchfahren.

Zuerst einmal haben wir die Kreuzfahrtschiffe, die aktuell am Kreuzfahrtterminal gelegen haben, in Augenschein genommen.
Am Anfang des Flusses führt eine Brücke über den Salee, da sie mittlerweile nicht mehr beweglich ist, können Segelboote aufgrund der Masthöhe den Fluss nicht mehr passieren. Allerdings ist der Fluss auch sehr niedrig – Schiffe mit viel Tiefgang kommen sowieso nicht durch – also für die Berufsschifffahrt nicht geeignet.
Auf jeden Fall kann man den Riviere Salee durchfahren und so von einer Seite des Atlantiks auf die gegenüberliegende Seite gelangen.
Die Ufer des Riviere Salee bestehen ausschließlich aus Mangrovenwäldern, in den niedrigen Seitenarmen kommt man nur rudernd voran.
An den Wurzeln haben sich unzählige Muscheln angesiedelt.
Wasserspiegelungen – auf dem wenig befahrenen Fluss kann man ungestört die Natur genießen.

Weitere Berichte über Point-a-Pitre, das wir zur Karnevalszeit besucht haben findet ihr hier:

Carneval in Guadeloupe

Streetart auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe – eine Fotodokumentation – Teil 1

Streetart auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe – eine Fotodokumentation – Teil 2

Streetart auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe – eine Fotodokumentation – Teil 3

Nach einer Woche verlassen wir die Hauptstadt Point-a-Pitre und mit einem Ankerstopp am Riviere Sens steuern wir das Schnorchlerparadies an

Pidgeon Island

Unser Weg nach Norden führt und auf die Westseite der Insel, dort liegt das grosse Naturschtzgebiet und der Marinepark rund um Pidgeon Island.

Reserve Jacques Cousteau

Einene ausführlichen Bericht findet ihr hier: Reserve Cousteau – Die Unterwasserwelt von Jacques Cousteau

Nächster und letzter Stopp auf Guadeloupe:

Deshaies

Deshaies an der Nord-West- Küste von Guadeloupe Basse Terre
Einfahrt zum Riviere Deshaies
Der Riviere Deshaies ist ein steiniger Wasserlauf – nicht befahrbar – man kann ihn aber hinaufwandern.
Nach französischer Lebensart gibt es überall kleine Restaurants, die zum Verweilen einladen.
Der Strand von Deshaies bietet karibisches Feeling.
Jardin Botanique

Ebenfalls in Deshaies befindet sich der Botanische Garten von Guadeloupe – hier findet ihr den ausführlichen Bericht: Der botanische Garten von Guadeloupe

Nach gut zwei Wochen verlassen wir Guadeloupe – wo wir uns sehr wohl gefühlt haben – und nehmen Kurs auf Antigua und Barbuda.

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