
Reisetagebuch 2026/27 – Sail away mit AIDAsol…
Seite 1 – 18.10.2026 – Anreisetag
Unser Katamaran „Joline“ liegt in der Shelter Bay Marina in Panama und wir haben uns entschlossen mit der AIDA nach Südamerika zurückzukehren. Das geht weder besonders schnell noch ist es besonders preisgünstig, aber wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Es geht mega komfortabel zurück zum Boot und wir laufen insbesondere zwei interessante Bereiche an, die wir mit unserem eigenen Boot nicht fahren können bzw. wollen. Das ist einmal den Amazonas hinauf und zum anderen die Fahrt rund um Kap Hoorn.

AIDA bietet die Tour von Hamburg nach San Antonio in Chile als Teiletappe der Weltreise 2026/27 an und so haben wir uns kurzentschlossen dort eingebucht.
Für uns startet die Reise mit dem Flixbus um 5:40 Uhr morgens am Busbahnhof in Duisburg. Dorthin bringt uns unsere Tochter Celine sozusagen bei Nacht und Nebel. Der Flixbus – von Paris kommend – ist gut belegt, aber wir haben die Sitze im Oberdeck in der ersten Reihe, so haben wir viel Platz und theoretisch zumindest eine tolle Sicht. Aber Regen und Müdigkeit machen uns einen Strich durch die Rechnung. Ich verschlafe fast die gesamte Tour – das frühe Aufstehen ist einfach nicht mehr mein Ding – und wenn ich mal kurz die Augen öffne, starre ich in eine Regenwand.

Immerhin, als wir den Busbahnhof in Hamburg erreichen hat der Regen aufgehört und wir können direkt in den AIDA Shuttle einsteigen. Weiter geht die Fahrt zum Schiff – doch das ist erst einmal der entspanntere Teil der Reise. Obwohl einen Time Slot um 13 Uhr gebucht und wir eine Punktlandung hinlegen, ist die Warteschlange riesig und wir brauchen eine gute Stunde um uns durch Einchecken – hier müssen wir unsere Reispässe abgeben – Ticketschalter – hier bekommen wir unsere Bordkarten und Sicherheitskontrolle geschleppt haben, dann geht es durch berufsjubelnde Crewbesatzung an Bord und weiter zur Kabine 7474.

Da wir mit „Handgepäck“ reisen – aufgepeppt durch zwei Einkaufstüten, die wir am Ende der Reise abwerfen wollen – den final soll es nur mit Handgepäck weiter gehen – müssen wir uns am Kofferwahnsinn nicht beteiligen – rund 6000 Koffer muss die Crew zu den Kabinen schaffen. Am späten Nachmittag rufen immer noch einige Mitreisende nach ihrem Hab´und Gut´… Ja es gibt Gäste die reisen mit großem Gepäck. 150 kg berichtet uns das Pärchen, das wir beim ersten Mittagessen im Marktrestaurant antreffen – haben sie dabei, natürlich für jedes Event das passende Outfit und unverzichtbares Zubehör…

Unsere Kabine ist bereits fertig, so können wir direkt einziehen – unsere Habseligkeiten sind schnell verstaut und schon können wir uns in Buffett Getümmel stürzen. Das tut auch Not, es ist unsere erste Mahlzeit des Tages – so ist der Hunger groß – das Buffett auch. Es bleibt vor allem die Qual der Wahl. Im Angesicht der Essensmengen nehmen wir uns fest vor möglichst bewusst und möglichst gesund zu speisen – es geht doch nichts über gute Vorsätze.

Kabinen zu bringen.
Bernd entschließt sich seine Instagram Aktivitäten wieder aufzunehmen und stellt seinen ersten Reel ins Netz. Mal sehen wie lange er das durchhält…
Nach dem Essen folgt das Pflichtprogramm: Sicherheitseinweisung – das geht mittlerweile ganz modern online über den Zimmerbildschirm – dann mit Schwimmweste an Deck 5 bei den Rettungsbooten vorsprechen und man wird per Bordkarte abgehakt.
Am späten Nachmittag ist das Boarding abgeschlossen und um 19:30 Uhr heißt es Leinen los und Sail away. Da es bereits dunkel und das Wetter kühl und feucht ist – Schietwetter würde der Hamburger sagen – ist das erste Ablegen nicht so prätentiös.

Dafür ist der anschließende Sektempfang umso pompöser – es gibt Sekt für alle und die Entertainmentgruppe stellt sich vor. Wir bekommen schonmal einen ersten Eindruck von unseren Mitreisenden.Wir hatten mit einer reinen Rentnerfahrt gerechnet, wer hat sonst noch so viel Zeit und Geld für 126 Tage Kreuzfahrt, selbst die kürzeste Teilstrecke beträgt schon 44 Tage… aber tatsächlich sind rund 100 Kinder an Bord und rund 50 junge Leute im Alter zwischen 20 – 30 Jahren… Insgesamt machen sich 2099 Gäste und rund 700 Mann Besatzung auf den Weg….

Nachdem der Sekt seine Abnehmer gefunden hat beginnt bereits das Abendprogramm. Wer noch Energie hat, kann gleich mal das Tanzbein schwingen – wir schwingen uns nur noch in unsere Kabine – alles genug für heute.
