Unser vorletzter Stop in Guna Yala führt uns vor Dog Island.
Isla Perro, auch „Perro Chico“ genannt ist eine winzige Insel mit weißen Palmenstränden, türkisfarbenem Wasser und einem der bekanntesten Schiffswracks Mittelamerikas:
Isla Perro – links schaut ein Stück vom gesunken Boot aus dem Meer – eine kleine touristische Destination steht Tagesgästen und einer Handvoll Übernachtungsgästen zur Verfügung.
Die Insel gehört zur autonomen Region Guna Yala und wird von den indigenen Guna verwaltet. Strom gibt es nur eingeschränkt, WLAN meist gar nicht – dafür kristallklares Wasser, entspannte Hängematten und Sonnenuntergänge wie aus einem Reisemagazin.
Das absolute Highlight wartet allerdings direkt vor dem Strand: ein rostiges Schiffswrack, das heute komplett von Korallen und tropischen Fischen erobert wurde.
Laut lokalen Berichten sank das Schiff bereits 1958 nach einer Kollision mit einem Riff nahe der Insel. Später fing es Feuer und blieb schließlich vor Isla Perro liegen.Das Wrack liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt in flachem Wasser – perfekt zum Schnorcheln, selbst für Anfänger.Besonders beeindruckend ist, wie nah man herankommt: Teilweise liegt das Wrack nur 1–5 Meter tief unter der Wasseroberfläche.Heute ist das etwa 50 Meter lange Wrack vollständig mit Korallen, Schwämmen und Meeresleben bedeckt. Viele nennen es deshalb ein künstliches Riff.Beim Schnorcheln fühlt man sich wie in einem natürlichen Aquarium.Die karibische Fächerkoralle kann eine Größe bis zu 180 cm erreichen bewegt sich mit ihren filigran scheinenden Fächerarmen mit der Strömung – sie ist ein Farbtupfer im Meer und kommt in vielen Farben vor – vor allem in Lila, Gelb, Orange, Rot, Pink….Bunte Weihnachtsbaumwürmer haben sich Röhren in eine Gehirnkoralle gebohrt und fangen mit ihren bunten Zweigen (Radiolen) Plankton ein.Der Fächerwurm wiegt sich in der Strömung und wirkt eher wie eine Unterwasserpflanze denn wie ein Lebewesen.Schrift – Feilenfisch kann eine Länge von 1,1m erreichen und ist damit der Größte seiner Art. Wir konnten ihn eine ganze Zeit bei seiner Futtersuche begleiten.Bei dem gelblichen Meeresorganismus im Vordergrund handelt es sich um eine Feuerkoralle – allerdings verwandt mit Quallen und Seeanemonen – sie besitzt winzige nesselnde Polypen die bei Berührung einen schmerzhaften Ausschlag verursachen können – also: „Finger weg!“
Unser Unterwasserfilm vom Schiffswrack von Isla Perro – San Blas: