Tagebuch Karibik

Karibik – Tagebuch – Seite 04

08.01. – 14.01.2024

Und wir sind wieder allein, allein…

Für Jonah und Toni neigt sich das Segelkaribikerlebnis langsam dem Ende zu, die letzten gemeinsamen Urlaubstage werden wir auf Grenada verbringen. Da es hier einiges zu sehen gibt, haben wir beschlossen, einen Tag ein Auto zu mieten um die Insel zu erkunden. Auto mieten ist gar nicht so teuer, allerdings benötigt man eine beglaubigte Führerscheinlizenz die mit 25,- € zu Buche schlägt – würde dann für 3 Monate gelten, aber so lange sind wir gar nicht vor Ort.

Nachdem wir in Carriacou – einer vorgelagerten Insel – in Grenada einklariert haben – genießen wir dort ein Abendessen in der Pizzeria Lambi – Lambi ist hier eine Spezialität – Fleisch der Muschel Concha. Dazu gibt es Cocktails von Juicy Lucy.

Am nächsten Tag geht es weiter zur Hauptinsel Grenada. Wir machen einen Zwischenstopp im Underwater Skulpture Park – hier hat man für die Touris Unterwasserfiguren versenkt, die man sich nun schnorchelnd oder tauchend ansehen kann.

Es gibt Seejungfrauen, Steinplatten, Firgurengruppen, ein Mann an einem Schreibtisch mit Schreibmaschine und bunte Fische, die sich damit arrangieren…ein kurzweiliger Zwischenstopp – dann geht es weiter nach St. Georg – der Hauptstadt von Grenada.

Wir ankern in der Bucht und versuchen im Ort ein Restaurant zu finden – aber es ist alles geschlossen – wir haben mal wieder einen Nationalfeiertag erwischt…

Die Muskatnuss – in Grenada allgegenwärtig.

Also fahren wir mit dem Dinghi die Küsste entlang – zwei amerikanische Touris, die auf einem Steg am Wasser sitzen, empfehlen uns das Restaurant West 61. Da wir keine Alternative finden, kehren wir dort ein und bekommen hervorragendes Essen und zum Nachtisch gibt es leckeres Kokosnusseis.

Am nächsten Tag ist wieder alles geöffnet und wir besuchen das örtliche Schokoladenmuseum. Museum ist eigentlich etwas übertrieben – es ist ein Verkaufsraum mit Produkten rund um den Kakao, dazu gibt es eine kleine Bar mit Kakaoleckereien: Kuchen, Pralinen, Eis, Hot Chocolate und Chocolate Tea.

An einem Vorführtisch wird die Gewinnung und Verarbeitung von Kakao erläutert mit Veranschauungsmaterial zum Anfassen, Ansehen und Probieren. Wir lernen, dass die geröstete Kakaobohne gemahlen wird und daraus Kakaobälle geformt werden, aus diesen wird der Chocolate Tea hergestellt.

Wenn man diesen Kakaobällen die weiße Kakaobutter entzieht, wird daraus Schokolade hergestellt und die Kakaobutter wird zu weißer Schokolade verarbeitet oder als Kakaobutter für kosmetische Zwecke verwendet.

Nach dem Vortrag probieren wir Eis und Kakaogetränke. Da im Museum gerade keine weiteren Besucher sind, setzt sich der Museumsmitarbeiter mit einer Trommel zu uns an den Tisch und trägt uns ein Lied vor über die Schönheit von Grenada.

Wir segeln weiter in die Bucht von. Von hier mieten wir das Auto und verbringen einen Tag auf dem Land, besichtigen ein Kakaoplantage und zwei Wasserfälle und genießen die grüne Insel. Es ist sehr hügelig und so geht es mit dem Auto stets bergauf und bergab.

Ausserhalb der Touristenmeile ist es gar nicht so einfach ein Restaurant zu finden und so essen wir in …. in ganz traditionell – einfach aber gut.

Am Donnerstag brechen die Jungs früh zu ihrer Rückreise auf wir legen einen Mammutwaschtag ein. In der Marina gibt es Münzwaschmaschinen- und Trockner und da wir das Stromproblem noch nicht lösen konnten, türmte sich mittlerweile die Schmutzwäsche.

Mit dem Dinghi hin- und her geht es zwischen Boot und Marina – und schon taucht das nächste Problem auf – der Dinghimotor springt zwar an, geht dann aber wieder aus. Der Mechaniker empfiehlt einen Schlauch zu erneuern, das klappt prima, löste aber das Problem nicht.

Und so bleibt auf der letzten Tour zu Waschmaschine mit Happy Hour und Abendessen nur das Rudern. Leider liegen wir sehr weit draußen…

Shawn, ein Ire der dort wohnt, kommt uns mit seinem Dinghi zur Hilfe und schleppt uns das letzte Stück in die Marina – zum Dank wollen wir ihn zum Bier einladen, aber er winkt ab: “ Ich gehöre zur alten Hippiegeneration – ich trinke keinen Alkohol, rauche nur Pilze…“ Naja Pilze haben wir nicht – er sagt trotzdem zu, uns abends wieder zum Boot zu schleppen – einfach anrufen… Bernd versucht es aber lieber mit Rudern… und so gibt es noch eine nächtliche Ruderpartie..

Er hat auch noch einen Tipp für uns, warum es mit dem Dinghimotor nicht mehr klappt: verunreinigtes Benzin. Bernd überprüft das und er hat Recht – löst das Problem aber nicht nachhaltig.

In vierzehn Tagen kommen die nächsten Gäste in Martinique an Bord und wir tackten unseren Rückweg – am Freitag machen wir uns direkt morgens auf den Weg, die Winde sind günstig und die Überfahrt von Grenada nach Carriacou kann ruppig sein.

Ausserdem sind die Behörden sonntags geschlossen, also müssen wir bis Samstag aus- und wieder einklariert haben… und in der Blue Lagoon auf St. Vincent wartet der nächste Händler für unseren Dinghimotor…rudern ist auf Dauer einfach keine Lösung…

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