Speisekarten der Welt

Schokolade made in Grenada

Januar 2024

Fast alles Handarbeit…

Die Franzosen brachten Ende des 17. Jahrhunderts die Kakaobohne nach Grenada. Seitdem wird sie dort angebaut. Die Belmont Estate ist eine dieser Plantagen. Sie wird bis heute bewirtschaftet und bietet Führungen an.

Auch wir haben hier Station gemacht und eine private Führung erhalten.

Eingang zur Belmont Estate
Der Kakaobaum trägt das ganze Jahr Früchte – die Kakaoschoten wachsen direkt am Stamm.
Es gibt Früchte in verschiedenen Farben.
Die Ernte erfolgt per Handarbeit, die Schoten werden mit der Machete vom Baum geschlagen.
Unser Guide führt uns durch die Plantage und erklärt uns den Herstellungsprozess.

Die Kakaoschoten werden mit der Machete geöffnet und die ca. 20 – 50 Samen mit der Hand aus der Schote gepult.

Der Kakaobaum gehört zu den Malvengewächsen – wie auch die Okra – die Früchte umgibt feuchtes, schleimiges Fruchtfleisch.

Die frischen Früchte werden zum fermentieren in Boxen geschüttet…

… mit Bananenblättern abgedeckt und regelmäßig umgewälzt…

Je weiter die Fermentierung voran schreitet umso dunkler wird ihre Farbe.

Die fermentierten Früchte werden dann auf große Trockenflächen im Freien ausgebreitet. Die eigentliche Kakaobohne befindet sich immer noch innerhalb der Fruchthülse.

Vor der Fermentierungsscheune befinden sich die Aussenanlage mit großen Trockenflächen

Auf Schienen gelagert werden die Kakaofrüchte in der Sonne getrocknet und in den – recht häufigen Regenphasen – unter das Trockendach geschoben. Die Bohnen müssen regelmässig gewendet werden. Traditionell erfolgt das mit den Füßen, man sagt auch „Dancing to Cocoa“.

Nach dem Trocknen erfolgt das Rösten der aus den Früchten gelösten Kakaobohnen.

Anschließend werden die Kakaobohnen gemahlen. Hier auf dem Belmont Estate dauert dieser Vorgang 5 Tage. Durch den lange Mahlvorgang wird die Schokolade besonders edel.

Seit 6 Jahren werden die gerösteten Kakaobohnen direkt bei der Belmont Estate zu Schokolade und Kakaopulver verarbeitet. Die Ware wird nur in Grenada zum Kauf angeboten – für einen Export ist die Produktion nicht groß genug.

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