Unsere Reise

Best of Tour – Eine mystische Reise

18. Reise – Von Lanzarote über Fuerteventura nach Gran Canaria

August 2023

Start in Lanzarote

Unsere 18. Reise starten wir von unserem Ankerplatz vor der Marina Rubicon aus mit der bereits bewährten Crew: Barbara und Wolfgang. Diesmal soll es ausgehend von Lanzarote bis zum Ende von Fuerteventura und schließlich mit einer etwas größeren Überfahrt nach Gran Canaria gehen. Unsere Crew ist bereits Sturm und See erprobt, trotzdem wird es für Barbara und Wolfgang die erste Etappe auf hoher See, wo es stundenlang kein Land zu sehen geben wird.

Crew der 18. Reise: Bernd, Petra, Barbara und Wolfgang
Joline in der schönen Marina von Rubicon an der Südküste von Lanzarote.
Allerdings legen wir hier nur an der Tankstelle an um unsere Dieseltanks zu füllen.

Wir verlassen Lanzarote und setzen die rund 8 Seemeilen bis Fuerteventura über. Wir bewältigen die Strecke nur mit der Genua. Die kompletten Segel zu hissen ist unnötig, machen wir doch mit raumen Wind und Genua schon 6 kn Fahrt.

Fuerteventura

Den Abend verbringen wir in der belebten Stadt Corallejo, hier gibt es gute Tapas, das beste Eis und Livemusik.

Corallejo bei Nacht – mit dem Dinghi können wir gut in der Marina am Steg fest machen um in die Stadt zu laufen.
Barbara genießt den Vorzugsplatz auf dem Vorderdeck – Fuerteventura gibt sich überwiegend karg.

Jakomar und Gran Tarajal

Bei gutem Wetter geht es zügig von Corallejo vorbei an der kargen Küste von Fuerteventura. Wir beschließen einen Zwischenstopp in Jakomar zu machen. Die einsame Bucht, in der es nur ein paar Fischerhütten gibt, ist zwar nicht gut geschützt, wir beschließen trotzdem für die Nacht zu bleiben.

Nächster Halt: Marina Gran Tarajal – hier kann man sehr preisgünstig anlegen, die Stadt ist nach einem kleinen Fussweg erreichbar. Ausserdem benötigen wir für die kommenden Tage noch Proviant und wir wollen unsere Wassertanks füllen. Der geplante Wassermacher ist zwar auf dem Weg zu uns, hat aber durch den kanarischen Zoll noch nicht den Weg zu uns gefunden.

Ruhig am Steg liegend nutzen Bernd und Wolfgang die Gelegenheit die Genua nochmals zu flicken. Das Achterlik, also die hintere Seite des Segels ist komplett lose. Gut, dass wir für die Überfahrt in die Karibik zwei neue Segel bestellt haben. Wieder einmal schafft es unsere alte Singer aus 1963 (Topjahrgang – schmunzel) den festen Stoff zu nähen.
Bei strahlendem Wetter geht es weiter entlang der Küste von Fuerteventura.

Wir haben Glück – es ist wieder Delfinwetter und die munteren Gesellen nehmen unser Boot genauer unter die Lupe und begleiten uns ein Stück des Weges.

Delfinbegleitung

Wir segeln weiter Richtung Süden – hier gibt es schöne Sandstrände.

Die Costa Calma lädt mit breiten Sandstränden zum Baden ein.
Angelerfolg während der Segeltour.
Ein Bonito (Thunfischart) von rund 3 kg. Eine ausreichende Mahlzeit für die Crew.

Morro Jable

Wir machen Station in Morro Jable – wo wir uns mit allen Zutaten für eine Paella eindecken, die wir in unserer großen Pfanne an Bord kochen. Wir segeln am nächsten Tag weiter und erreichen den südlichsten Punkt von Fuerteventura.

Von hier aus wollen wir den Sprung rüber nach Gran Canaria machen. Der Wetterbericht sagt Wind um 25 kn aus Nord vorher. Die Düse zwischen den Inseln und die daraus resultierenden Windgeschwindigkeiten sind dabei nicht zu unterschätzen. Wir beschließen noch eine weiter Etappe nach Puertito de la Cruz einzuschieben, das letzte Zipfelchen Land von Fuerteventura.

Puertito de la Cruz

Der Leuchtturm an der Südspitze von Fuerteventura – vor einer gewaltigen Untiefe.
Wir erreichen die Südküste von Fuerteventura.
Das kleine Örtchen Puertito de la Cruz an der Südspitze von Fuerteventura.

Sturmfahrt nach Gran Canaria

Wie üblich mag sich der Wind nicht an die Vorhersage halten. Er bläst den gesamten Abend mit mehr als 30 kn über uns hinweg, die Böen gehen hoch bis 40kn. Durch die Landabdeckung liegen wir recht ruhig. Am Abend rätseln wir, ob es am nächsten Tag losgehen kann bzw. soll. Eine Überfahrt mit 35 kn Wind und dementsprechend hohen Wellen hatten wir mit unseren Besuchern nicht geplant. Der Wetterbericht zeigt nach wie vor eine kurze Entspannung, bevor der Wind noch mehr auffrischen soll. Wir beschließen daher, es anzugehen.

Die Überfahrt zur nächsten Insel Gran Canaria beträgt von hier aus rund 50 Seemeilen und so stellen wir für den nächsten Morgen den Wecker, um frühzeitig aufzubrechen, damit wir noch vor Einbruch der Dunkelheit auf Gran Canaria anzukommen.

Im Morgennebel zeigt sich die Küste in einem mystischen Bild, die Wolken ziehen vom Norden her über die Berge und fallen bzw. kriechen auf unserer Seite herunter. Wir genießen das Naturschauspiel, der Wind bläst immer noch mit 30 bis 35 kn.

Wolken und Berge vermischen sich – die Grenzen verschwimmen…
Abschied von Fuerteventura
Sonnenaufgang im mystischen Nebel
Sonnenaufgang über Fuerteventura
Wolkenberge über dem Land.

Das Meer sieht einigermaßen ruhig aus und der Wind soll im Verlauf des Tages und der Strecke nachlassen. Wir beschließen daher nach dem Frühstück die Anker zu lichten und auf die offene See zu segeln. Die Kanaren sind eh Hochseerevier und damit für geübte Segler. Mit Reff 2 im Gross und 40% Genua fahren wir los, die brechenden Seen des Kaps weit an Steuerbord. Mit über 8kn schießen wir durch die hohen Wellen. Die Sonne strahlt, tolles Segelwetter. Unsere Crew hält sich gut. Der Wind lässt tatsächlich im Laufe der Strecke nach und wir setzen nach und nach mehr Segel.

Gran Canaria

Bereits am Nachmittag erreichen wir die Marina von Las Palmas.

Wir erreichen Gran Canaria und passieren zuerst den großen Industriehafen von Las Palmas.
Schiffe von gigantischen Ausmass liegen vor Anker mit riesigen Kränen.
Da wirkt das Büro des Hafenmeisters im Sportboothafen wie aus einer anderen Welt.
Joline am Anlegesteg der Marina – im Hintergrund die Großstadt Las Palmas – viel größer, als wir das erwartet haben.
Die erste Nacht verbingen wir am Anmeldesteg, dann siedeln wir um auf unseren Anlegeplatz im Hafen. Da wir zur ARC gehören, die hier im November startet – ist uns ein Platz sicher – aber für uns ist das hier erst einmal nur ein Zwischenstopp.
Die ARC – Crews gestalten vor ihrer Abfahrt einen Stein an der Mole – da müssen wir uns auch noch ein Motiv überlegen – Blick zurück auf den Industriehafen.
Hier ist schon alles im Zeichen der ARC – die jedes Jahr im November startet.

Wir beenden unsere 18. Reise – 129,5 Seemeilen haben wir in rund 6 Tagen zurückgelegt.

Jetzt werden wir uns ein Auto mieten und drei Tage lang den Norden der Insel Gran Canaria erkunden.

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