Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse

Kanareninsel Lanzarote Landtour: Auf den Spuren von Cesar Manrique

13. Juli 2023

Lanzarote und Cesar Manrique – diese beiden Namen sind untrennbar miteinander verbunden. Keiner hat die Insel so sehr geprägt wie er und dafür wird er bis heute verehrt.

Cesar Manrique (1919 – 1992) prägte die Insel auf zweierlei Weise – zum einen durch seine architektonischen Werke – zum anderen als Umweltschützer – er setzte sich erfolgreich dafür ein, dass es auf Lanzarote keine touristischen Hochhäuser geben sollte, keinen Massentourismus.

Bevor wir mit unserer neuen Crew in See stechen, wollten wir uns zuerst auf die Spuren des Malers begeben der das Lavagestein für imposante Projekte benutzte.

Im dem Kleinbus starten wir von der Marina Arrecife unsere Rundreise – immerhin sind wir sechs Personen.

Jardin de Cactus – der Kakteengarten

Erster Halt der Kaktusgarten nach Plänen von Cesar Manrique:

Kaktusgarten mit Windmühle
Grosse Vielfalt an Kakteen.
Panoramafoto des Jardin de Cactus.
Stachliger Geselle mit zarten Blüten.

Unser nächster Stopp:

Jameos del Aqua – Vulkanhöhle mit Salzsee

Jameos del Aqua – direkt am Meer gelegen
Abstieg in die Vulkanhöhle
Unten befindet sich ein Restaurant…
… welches auch als Konzerthalle genutzt werden kann.
Blick in einen kleinen See durch Brüche im Gestein.
Blick vom Restaurant in das Höhlensystem.
Vom Restaurant geht es weiter abwärts…
… zum unterirrdischen Salzsee – ein Tunnel führt an der anderen Seite wieder hinaus.
Im Salzsee wohnt der kleine weiße und blinde Albinokrebs – eine seltene Krebsart, die es sonst nur in großeren Tiefen gibt.
Beim Passieren des Salzsees an der Seitenlinie kann man die Lichtspiele auf dem Wasser…
durch die Öffnung in der Decke bewundern.
Nach Verlassen des Höhlentunnels schließt sich eine Gartenlandschaft mit Pool an.
Vor allem das Spiel mit den Farben – das schwarze Lavagestein im Kontrast zu dem in strahlendem Weiss betonierten Pool und dem hellblauen Wasser – ist gigantisch.
Über Treppen verläßt man den Bereich und hat einen wunderbaren Blick über die Poollandschaft und das Meer im Hintergrund.
Am Ende der Treppe befinden wir uns wieder auf Straßenniveau. Wir befinden uns wieder im Eingangsbereich der Jameos del Aqua.
Das halboffene Innere der Gebäude lädt zum Verweilen ein.
Die Reisegruppe: Andrea, Anna, Petra, Bernd Heinz und Jonas – Skipper Bernd Otto macht gerade das Foto.

Orzola

Mittagessen in Orzola – der nördlichsten Stadt von Lanzarote – von hier gehen die Fähren nach La Graciosa – seit November 2018 ist sie die 8. autonomische bewohnte und kleinste Insel der Kanaren.
Es gibt nicht nur schwarzen Sand auf Lanzarote

Weinanbaugebiet

Auf dem schwarzen Sand in Steintrichtern wird auf Lanzarote Wein angebaut mit einem ganz eigenen herben Geschmack.
Einer Weinprobe auf einem stilvollen Weingut konnten wir uns da nicht entziehen und haben Wein, Mojo (die landestypische Dip-Sosse – vorzugsweise für die allgegenwärtigen kanarischen Runzelkartoffeln – Papas Arrugadas) und Kaktuslikör

Cesar Manrique Foundation – Taro de Tahiche

Zwei Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 und 1736 hinterließen in dem Ort Tahiche ein 3 Hektar großes Lavafeld ( Größe ca. 4 Fussballfelder). Durch die unterschiedlich schnelle Erkaltung bildeten sich in dem Feld mehrere Lavablasen – der Künster und Bauingenieur Manrique erkannte das Potential und wollte das Grundstück erwerben – da es dem Eigentümer nutzlos erschien erhielt er es als Geschenk.

Blick auf das Dorf und den Vulkan.
Das unterbaute Lavafeld von aussen.
Kakteen mögen das Lavagestein.
Unsere neue Crew: Andrea, Jonas, Anna und Bernd am Eingang des Wohnhauses.
Eingangstor mit Windspiel.
Wandgemälde von Cesar Manrique im Eingangsbereich.
Wohnbereich im überirdischen Teil des Hauses. Cesar Manrique hat in diesem Haus 20 Jahre gelebt – von 1968 – 1988.
Blick durchs Fenster.
Terrasse mit Vulkanblick
Kakteen aller Art dienen als Bepflanzung und fügen sich wunderbar in die schroffe Landschaft ein.
Vom Haus aus geht es per Treppe hinunter in die Wohnbereiche in den unterirdischen Lavahöhlen.
Sitzgruppe in einer unterirdischen Lavahöhle.
Die Wohnblasen sind durch weiss gestaltete Durchgänge miteinander verbunden.
Den Wohnstil der 70er und 80er Jahre ist gut zu spüren.
Ein Pool zwischen den einzelnen Wohnblasen darf nicht fehlen – das Spiel der Farben hat auch hier wieder einen ganz besonderen Reiz.
Mosaikmauer im Außenbereich – das Anwesen umfasst insgesamt 1200 Quadratmeter.
Eine Kakteenart, die es nur auf den Kanaren gibt.

Das Haus insgesamt erstreckt sich über 2 Etagen und umfasst 1800 Quadratmeter Wohnfläche.

Es wurde später in eine Stiftung umgewandelt.

Cesar Manrique starb 1992 im Alter von 73 Jahren nach einem Besuch dieser Stiftung – nur wenige Meter entfernt – bei einem selbstverschuldeten Autounfall.

Seine letzten Lebensjahre von 1988 – 1992 wohnte er in einem Wohnhaus in Haria auf Lanzarote.

Auch dieses Haus ist seit 2003 ein Museum.

Fazit: Jameos del Aqua und die Cesar Manrique Foundation sollte auf keinen Fall verpasst werden. Beide Stätten sind einzigartig und aussergewöhnlich. Auf jeden Fall eine Empfehlung.

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