
Reisetagebuch Herbst 2026 – AIDAsol Stippvisite in Afrika
Seite 6 – 27.10. 2026 – 30.10.2026
Frühmorgens erreichen wir den Stadthafen von Mindelo auf der kapverdischen Insel Sao Vicente mit der höchsten Erhebung dem Monte Verde. Allerdings sind weder die Insel noch der Monte wirklich verde – also grün. Wir nehmen uns für den Tag vor die Stadt fussläufig zu erkunden und ggf. den berühmten Strand Praia da Laginha zu besuchen.

Die unbewohnten Kapverdischen Inseln wurden im 15. Jhdt durch die Portugiesen entdeckt und besiedelt. 1975 wurden sie unabhängig. Es erwartet uns also portugiesischer Kolonialstil – und wie wir schnell feststellen – getrockneter Fisch, Stockfisch ist ja typisch portugiesische. In diesem heißen Land wird das Hauptnahrungsmittel Fisch haltbar gemacht entweder durch trocknen oder durch einsalzen. Das bedeutet – ein strenger Fischgeruch liegt in der Luft und – Unmengen an Fliegen.


Fisch beherrscht das Straßenbild und sieht dabei wenig schmackhaft aus. Unsere Bereitschaft das landestypische Nationalgericht Cachupa – ein Gemüseeintopf zu probieren sinkt von Minute zu Minute…

So beschließen wir nach einem 90minütigen Rundgang durch die Stadt wieder zum Boot zurück zu kehren. Je mehr wir uns dem Boot nähern umso moderner wird auch Mindelo. Eine ganz ordentlich Marina und ein Komplex mit schicken Eigentumswohnungen – die allerdings noch weitestgehend unbewohnt sind – säumen den Weg bis hin zum schick-futuristischen Kreuzfahrtterminal in dem es auch kostenloses Internet gibt.
Nicht wenige AIDA-Gäste, die auf das teure Internetpaket von AIDA verzichtet haben, sitzen hier eine geraume Zeit um Fotos und WhatsApp Nachrichten nach Hause zu schicken oder etwas herunter zu laden.


Um 16 Uhr heißt es dann wieder „Leinen los“ – wir verlassen die Kapverden und Afrika und nehmen Kurs auf Brasilien – aber erst einmal heißt es den Atlantik – für uns zum zweiten Mal – zu überqueren.
1862 Seemeilen (3448 km) muss die AIDAsol dabei bis zur Mündung des Amazonas zurücklegen – fünf Seetage sind dafür angesetzt. Dort wird einklariert und dann geht es nochmal 300 Seemeilen den Amazonas hinauf bis zum nächsten Stopp: Santarem.
Wir liegen auf dem Pooldeck, lassen den Tag Revue passieren und kommen ins Gespräch mit unseren Liegennachbarn – sie haben mit dem Taxi die ganze Insel erkundet und im Meer mit Meeresschildkröten geschwommen, was sie besonders fasziniert hat. Sie berichten von den vielen AIDA-WhatsApp Gruppen und wo wir schonmal dabei sind lassen wir uns auch in die Gruppen aufnehmen – die Buchungsnummer ist der Zugangsschlüssel – jetzt sind wir also Insider…
Mit einer Liveband – Saxophon und Trommel – auf dem Pooldeck verabschiedet sich am Abend das Schiff auch musikalisch von afrikanischen Gefilden.
Weiter geht´s … Brasilien und der Amazonas wartet auf uns…



