Tagebuch ARC 2023,  Unsere Reise

ARC 2023 Tagebuch – Tag 25 – 12. Tag auf See

Donnerstag 30.11.2024

Wir geben uns eine neue Bordzeit…

Hauptthema beim Frühstück, mal wieder die Uhrzeit – wir wollen mit unserer Bordzeit näher an die Karibische Zeit anschließen und stellen die Uhren um auf UTC minus 2 Std… Irgendwie sorgt das Zeitkontinuum immer noch für allgemeine Verwirrung. Wie spät ist es überhaupt? Und wenn dann wo? Hauptsache wir haben an Bord alle die gleiche Zeit…

Ausser bei den Nachtwachen ist die Zeit an Bord allerdings relativ, wir frühstücken wenn alle wach sind und einigen uns irgendwann auf einen Moment für das Abendessen, mittags essen wir etwas, wenn genug Leute Hunger haben…

Blick vom Esstisch…

Die Nahrungsmittel neigen sich in einigen Bereichen zu Ende. Birnen, Tomaten sind aufgegessen, eine letzte Paprika und eine letzte Zucchini warten noch auf ihren Verzehr. Dann gibt es an frischem Gemüse nur noch Zwiebeln, Kartoffeln und zwei Kohlköpfe. An Obst haben wir noch: Äpfel, Mandarinen, Orangen, Zitronen, drei Mango und eine Papaya. Ausserdem haben wir noch riesige Mengen Orangensaft und wenn alle Stricke reissen: Franks Frau Nanny hat ihn mit großen Mengen Vitamintabletten ausgestattet… Skorbut droht nicht..

Wir haben angefangen, uns am Weihnachtsgebäck zu vergreifen – zwei von vier Stollen haben wir schon den Garaus gemacht und angefangen die Bestände an Lebkuchen und Spekulatius zu dezimieren.

Einige sind in Sorge, dass die Lebensmittel knapp werden könnten, aber ich bin zuversichtlich, meines Erachtens ist die Auswahl und Menge immer noch riesig. Und wo jetzt regelmäßig Fisch auf den Tisch kommt…

Auch ein Klopapierengpass scheint sich nicht anzubahnen…

Die Fische beissen mittlerweile so kräftig zu, dass sie Köder und oder Angelschnur direkt abreissen und damit im Meer verschwinden. Der Skipper ist frustriert, ihm gehen auch langsam die Köder und Schnur aus. Jetzt will er es bescheidener mit kleineren Ködern für kleinere Fische, die vielleicht williger sind an der Angel zu bleiben, versuchen…. bisher ist es beim Versuch geblieben….

Am Nachmittag kommt ein 200 Meter langer italienischer Tanker auf uns zu gefahren. Nach unserer Bordnavigation kommt er uns sehr nahe und es macht sich die Sorge breit, dass er uns vielleicht gar nicht sieht… Frank funkt ihn an und der Tankerkapitän meldet sich postwendend: “ Keine Sorge, wir gehen hinter euch durch“ Gut so, wir als Segelboot haben ja auch Vorfahrt…

Ansonsten sind wir jetzt zügig unterwegs und haben unser Tagespensum deutlich erhöht:

Geschaffte Strecke am 11. Seetag: 141,1 Seemeilen – macht insgesamt 1509,1 Seemeile

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